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Quantenkommunikationsnetz: Europäische Kommission finanziert Pilotprojekt

Mit OPENQKD starten 38 europäische Institute ihre Forschung an einem Quantenkommunikationsnetz. Die EU-Kommission finanziert das Projekt mit 15 Millionen Euro.

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(Bild: DG CONNECT)

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Unter dem Namen OPENQKD finanziert die Europäische Kommission ein neues Pilotprojekt. Ziel ist ein Kommunikationsnetz auf der Grundlage von Quantum Key Distribution (QKD), das für die sichere Übertragung der Daten sorgen soll. Neben Anbietern von Telekommunikationsdiensten sollen die Gesundheitsbranche, Betreiber der Stromnetze und Behörden von der Technik profitieren.

Fokus stellen die Telekommunikationsdienste dar, bei denen OPENQKD eine Data-at-Rest- und Data-in-Traffic-Verschlüsselung bieten soll. Um dies zu testen, nehmen 38 Institute aus 13 EU-Staaten und Horizon-2020-Partnerländern teil, eine detaillierte Übersicht findet sich auf der Projektseite. Das österreichische Forschungsinstitut AIT koordiniert OPENQKD. Start-ups und KMUs sollen ebenfalls von den Ergebnissen profitieren, zum Beispiel durch Testumgebungen und neue Anwendungsfälle.

OPENQKD ist auf drei Jahre angelegt und verfügt über ein Budget von 15 Millionen Euro. Bereits 2018 startete Quantum Technologies Flagship, das mit einer Milliarde Euro auf zehn Jahre ausgelegt ist; 2019 kündigte das Projekt an, in demselben Zeitraum eine Quantum Communication Infrastructure (QCI) in der gesamten EU bereitstellen zu wollen. Sie soll kritische Informationen sicher übertragen und speichern können, die Quantentechnik soll dabei unter anderem auf existierende Infrastruktur zurückgreifen. (fo)