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Quobytes paralleles Dateisystem kann nun Erasure Coding

Quobyte hat Ausgabe 1.3 seines gleichnamigen Dateisystems präsentiert. Sie bietet unter anderem direktes Erasure Coding. Dies soll gerade in Vergleich zu klassischen RAIDs einige Vorteile bieten.

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Version 1.3 des Dateisystems Quobyte bringt einige Neuerungen, um besser im NAS-Bereich Fuß zu fassen. Die Hauptakteure hinter der gleichnamigen Berliner Firma sind Björn Kolbeck und Felix Hupfeld. Kenner der Szene der verteilten Dateisysteme kennen sie noch aus ihrer Mitwirkung an XtreemFS. Letzteres war ein von der EU gefördertes Open-Source-Projekt und stand quasi Pate beim nun kommerziellen Produkt. Damit war die Firma bislang im Bereich des sogenannten Block-Storage recht erfolgreich.

Die zentrale Neuerung von Version 1.3 ist das direkte Erasure Coding. Dies ist eine Art Fehlerkorrektur, die gerade in verteilten Dateisystemen dem klassischen RAID überlegen ist. Die "Direktheit" resultiert aus der Tatsache, dass Erasure Coding quasi als alternativer E/A-Pfad zur Verfügung steht. Die Kodierung findet also beim Schreiben der Daten statt. Hupfeld, CTO von Quobyte, hat die wichtigsten Informationen hierzu in einem Blog-Post zusammengefasst.

Weitere wichtige Neuerungen sind Zugriffskontrolllisten (ACLs), hierarchische Quotas und die Multi-Mandanten-Fähigkeit. Laut Aussage von Hupfeld habe man außerdem die Leistung der Server für die Verwaltung der Meta-Daten erhöht. Damit soll das Dateisystem als allgemeine NAS-Lösung und insbesondere im HPC-Umfeld eine interessante Option darstellen. Es kann aber genauso als Archiv- oder Medien-Ablage dienen. (Udo Seidel) / (fo)