Menü
iX Magazin

RFID-Adapter: Alles mit allem kombinieren

Auf der Messtechnik-Messe Sensors Expo will das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme eine RFID-Middleware vorstellen, die wie ein Universaladapter für verschiedene Systeme funktioniert.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 22 Beiträge
RFID-Adapter: Alles mit allem kombinieren

Zukünftig sollen RFID-Komponenten wie Reader, Identifikations- oder Sensortransponder unabhängig vom Hersteller, der Schnittstelle oder dem Frequenzbereich miteinander kombinierbar und über eine generische Schnittstelle anzusteuern sein. Ermöglichen soll das die vom Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden entwickelte Middleware. Sie soll es Systemintegratoren und Anlageherstellern erleichtern, das berührungslose Übertragungsverfahren RFID in intelligente Produktionsumgebungen zu integrieren.

RFID-Verfahren werden insbesondere in Logistik- und Fertigungsprozessen zu Kontrollzwecken eingesetzt oder um Messwerte an schwer zugänglichen Orten oder Teilen zu erfassen und ohne Wartungsaufwand und eigene Energiequelle zu übertragen. Aufwendig und teuer ist dabei allerdings die Integration neuer RFID-Komponenten in bestehende Umgebungen, denn diese sind nicht unbedingt miteinander kompatibel.

Ändern soll das der sogenannte ROAD-Server des Fraunhofer IPMS. Er basiert auf der AutoID Companion Specification für die OPC Unified Architecture (Open Platform Communication Unified Architecture), einem Standard, der die universelle, herstellerunabhängige Verständigung industrieller Bussysteme und Protokolle ermöglichen soll.

Der ROAD-Server gewährleiste, "dass beliebige Lesegeräte und Tags für die verschiedensten Frequenzbereiche LF-, HF-, UHF- und NFC über eine einheitliche Schnittstelle in Prozessanlagen eingebunden werden und miteinander kommunizieren können", erläutert Professor Dirk Reichelt, Teamleiter am Fraunhofer IPMS. Das sei vor allem für Anwender interessant, die mit Sensor-Transpondern verschiedene Parameter wie Temperatur, Feuchtigkeit, Licht oder Druck erfassen wollen.

Die für MS-Windows-Plattformen konzipierte Middleware erkennt den Reader- und Transportertyp und wählt selbsttätig eine Ansteuerung aus. So kann der Nutzer auf den Transponder und seine Messwerte zugreifen, ohne sich mit Details etwa auf Protokollebene beschäftigen zu müssen. Besucher der "Sensors Expo" können den ROAD-Server vorort testen. (ur)