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Red Hat Enterprise Linux 7.5 ist fertig

Acht Monate nach dem Vorgänger 7.4 hat Red Hat Version 7.5 seines Enterprise Linux (RHEL) freigegeben. Mit der neuen Release positioniert das Unternehmen sein Business-Linux als solide Plattform für Hybrid-Cloud-Umgebungen.

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Red Hat Enterprise Linux 7.5 ist fertig

Im Bereich Sicherheit für gemischte Cloud-Umgebungen bringt das neue Red Hat Enterprise Linux 7.5 Verbesserungen bei der mit Version 7.4 eingeführten Network-Bound Disk Encryption (NBDE). Mit der Technik lassen sich Systeme mit verschlüsselten Festplatten starten, ohne dass der zugehörigen Encryption-Key beim Start eingegeben werden muss – allerdings nur, wenn sich das System im korrekten Netzwerk befindet.

Die bereits früher integrierten OpenSCAP-Tools spielen nun mit dem Lifecycle-Management-Tool Red Hat Ansible Automation zusammen. Sogenannte Ansible Playbooks, eine Art "Drehbücher" für das Konfigurationsmanagement, können so direkt aus OpenSCAP-Scans heraus erstellt werden und helfen, Compliance-Richtlinien zu implementieren und einzuhalten.

Neu in RHEL 7.5 ist der Virtual Data Optimizer (VDO). In heterogenen Umgebungen hilft dieses Kernelmodul, Speicherplatz und Replikationsbrandbreite zu sparen, indem es Daten dedupliziert und komprimiert, bevor sie gespeichert werden.

Verbesserungen und neue Funktionen gibt es zudem bei der Integration von Windows Domänen und Active Directory. Das SMB-Protokoll kommt nun auch in Version 2 und 3 mit verteilten Dateisystemen (DFS) zurecht. Dadurch lassen sich mehrere SMB-Dateisysteme zu einem einzigen virtuellen Filesystem kombinieren. Der Datenaustausch mit Microsofts Cloud-Computing-Plattform Azure soll unter RHEL 7.5 nicht nur sicherer sondern auch leistungsfähiger sein.

Mehr Durchblick bei der Verwaltung von Speicher, Netzwerkeinstellungen, Container und Diensten nicht nur für Sysadmin-Neulinge verschafft die überarbeitete Administrationsoberfläche Cockpit.

RHEL 7.5 basiert auf Kernel-Version 3.10 und läuft auf x86-Systemen, auf IBM POWER7+ und POWER8 (big endian), IBM POWER8 (little endian) sowie auf IBM z Systems. Die in der Distribution enthaltenen kernel-alt-Packages bringen den Linux-Kernel in Version 4.14 mit und unterstützen 64-bit ARM, IBM POWER9 (little endian) und IBM z Systems

Die neue Release steht allen Nutzern mit einem aktiven RHEL-Abonnement ab sofort zur Verfügung. Eine detaillierte Übersicht der Änderungen und Neuerungen findet sich in den Release Notes.

In diesem Jahr feiert der Linux-Anbieter mit dem roten Hut sein 25-jähriges Jubiläum. (akl)