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Red Hat Summit 2018: Details zur Integration von CoreOS

Unter dem Motto "Ideas worth exploring" trommelte Red Hat seine Kunden turnusmäßig zur Hauskonferenz - in diesem Jahr nach Kalifornien. Am ersten Tag gab es viel Neues zu OpenShift und CoreOS.

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Red Hat Summit 2018: San Francosco in Rot

(Bild: Udo Seidel)

Alle Jahre wieder ruft Red Hat seine Kunden, Partner, Fans und Mitarbeiter zur inzwischen 14. Auflage des hauseigenen Summit. Dem Zwei-Jahres-Rhythmus folgend, ist nach Boston letztes Jahr wieder San Francisco der Ort, wo man sein sollte. Der Schwerpunkt des Programms für die über 7000 Besucher in diesem Jahr ist: Ideen, die es zu erkunden gilt (ideas worth exploring).

Die Hauptkonferenz findet bis 10. Mai statt – es gibt auch eine Reihe von Satelliten-Veranstaltungen drumherum. Die wohl bekannteste ist die OpenShift Commons. Durch die Übernahme von CoreOS durch Red Hat vor wenigen Monaten ist die Zukunft von CoreOS Tectonic, Quay und Container Linux im Zusammenspiel mit RHEL, OpenShift und Co. ein wichtiger Aspekt des diesjährigen Summit. Red Hat hat nun seine Ideen zur Integration von CoreOS und seinen Produkten veröffentlicht. Es wird in Zukunft eine kommerzielle unterstützte Variante von Container Linux unter dem Namen Red Hat CoreOS geben. Das ursprüngliche Projekt bleibt in seiner Form und Ausrichtung erhalten: quelloffen, mit automatisierten Updates, immer möglichst aktuell und optimiert auf Container.

Dies bestätigte Brandon Philips (CTO von CoreOS bei Red Hat) in einem persönlichen Gespräch. Das neue Red Hat CoreOS soll das Fundament der OpenShift-Produkte des Open-Source-Dienstleisters werden. Dazu gehören OpenShift Container Platform, OpenShift Online und OpenShift Dedicated. Daneben soll Quay als alternative Container-Registratur zur Verfügung stehen. Dies betrifft sowohl die kommerziell unterstützte Enterprise-Variante als auch die im Internet verfügbar freie Version "quay.io". OpenShift-Anwender können aber auch weiterhin die integrierte Registry benutzen.

Der wohl interessantes Punkt ist die Integration von CoreOS Tectonic in Red Hats Container-Plattform-Produkte. Die Infos sind hier noch recht vage. Grob gesagt, plant der neue Eigentümer von CoreOS all "guten Eigenschaften" von Tectonic in OpenShift zu integrieren. Dazu gehören: Skalierbarkeit, automatisierte Upgrades und kinderleichte Installation. Red Hat fasst diese Integrationspläne unter "Automated Operations" zusammen. Die CoreOS-Erfindung der sogenannten "Operators" spielt hier eine wichtige Rolle. Red Hat will diesen Ansatz vor allem im ISV-Umfeld verwenden. Dies betrifft das hauseigenen Zertifizierungsprogramm als auch das Bereitstellen von Diensten wie Big Data, Analytics oder Nachrichtenübertragung (Messaging). Die nächste, für Juli dieses Jahres erwartete OpenShift-Release soll die ersten handfesten Resultate bringen. (Udo Seidel) / (avr)