Rekordhoch beim Frauenanteil im Studiengang Informatik

2012 kletterte die Zahl der Erstsemesterinnen im Fach Informatik auf über 20 Prozent. Damit führt der Studiengang die technischen Fächer in Sachen Frauenanteil an.

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2012 haben mehr Frauen ein Informatik-Studium begonnen als je zuvor. Im letzten Jahr schrieben sich 11.426 Studienanfängerinnen an deutschen Universitäten und Fachhochschulen ein, das seien rund 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen veröffentlichte der Branchenverband Bitkom am Mittwoch auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes. Seit 2006, als sich 4934 Studien-Anfängerinnen für das Fach Informatik entschieden, habe sich ihre Zahl mehr als verdoppelt. Besonders beliebt bei Frauen seien die Universitäten. Dort sei die Zahl der Erstsemester um 23,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, bei den Fachhochschulen dagegen nur um 3 Prozent.

Erstmals kletterte damit die der Anteil der Erstsemester in der Informatik mit 22,5 Prozent über die 20-Prozent-Hürde. Der Informatik folgt das Fach Maschinenbau mit einem Frauenanteil bei den Studienanfängern von 19,5 Prozent, hinterherhinkt die Elektrotechnik mit 12,7 Prozent. Laut Bitkom-Präsident Dieter Kempf seien es vor allem die Initiativen wie der morgige bundesweite Girls'Day, die nun Früchte tragen. Hier engagieren sich inzwischen nicht nur Betriebe, sondern auch Universitäten wie der der Humboldt-Universität zu Berlin. "Für einen dauerhaft höheren Anteil von Frauen in der Informatik stehen die Zeichen so günstig wie nie zuvor", meint Kempf. "Der hohe Fachkräftebedarf in der Branche, nachhaltige Initiativen in den Unternehmen für die Übernahme von Führungsverantwortung durch Frauen und eine politische Debatte für mehr Gendergerechtigkeit greifen ineinander und erzeugen den Kulturwandel, den wir brauchen." (sun)