Retro Computing: Amiga-Emulator in Chrome

Für Chromes Native Client hat Google-Entwickler Christian Stefansen einen Amiga-Emulator veröffentlicht, der direkt im Browser läuft. Er bietet einen Amiga 500 und setzt für viele Funktionen ein Cloanto-Paket voraus.

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Eindruck: Zumindest einige Demos lassen sich ausprobieren, für eigene Abbilder benötigt man ein Paket von Cloanto.

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Als Demo für den hauseigenen Native Client hat Google-Entwickler Christian Stefansen einen Amiga-Emulator für den Browser Chrome vorgestellt. Beim Native Client handelt es sich um eine Sandbox, die kompilierten C- oder C++-Code im Browser effizient und sicher ausführen soll. Der Emulator selbst basiert auf dem freien UAE (Universal Amiga Emulator), der auch die Basis für Projekte wie WinUAE oder FS-UAE bildet.

Wer den Emulator im Browser aufruft, erhält eine Umgebung, die bereits mit Kickstart-ROM und Workbench ausgestattet ist. Sie stellt Cloanto im Rahmen seiner Amiga Forever Essentials bereit. Nutzer können aber genauso eigene Disketten-Abbilder in zwei Laufwerken einbinden, bisher akzeptiert das Programm ausschließlich adf-Dateien. Notwendig hierfür ist jedoch das im Chrome Web Store angebotene Paket von Cloanto. Ansonsten können Neugierige einige Demos ausprobieren.

Basis des Systems stellt ein einfacher Amiga 500 dar, die Kickstart-ROM lässt sich jedoch austauschen. Außerdem unterstützt der Emulator ein über USB angeschlossenes Gamepad, optional lässt sich eine Tastaturbelegung zum Steuern von Spielen verwenden. Das Programm funktioniert unter Windows, Mac OS X, Linux und selbst den abgespeckten Chromebooks. (fo)