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SAP zahlt 3,4 Milliarden Dollar für Anbieter von Cloud-Software

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Für einen Aufschlag von gut 50 Prozent auf den aktuellen Kurswert will der deutsche ERP-Anbieter SAP die 2001 gegründete US-Firma SuccessFactors übernehmen. Die Amerikaner stellen Cloud-Software für "Human Capital Management" her. Das umfasst laut Wikipedia einerseits die Personalverwaltung, andererseits das Messen und Bewerten der Mitarbeiterleistung. Bei SuccessFactors arbeiten fast 1500 Mitarbeiter für mehr als 3500 Kunden.

Pro Aktie bietet SAP den Anteilseignern von SuccessFactors 40 US-Dollar, sodass insgesamt 3,4 Milliarden US-Dollar fällig würden. Den größten Teil davon bringen die Walldorfer aus ihren liquiden Mitteln auf, für eine Milliarde wollen sie einen Kredit aufnehmen. Voraussetzung für die Übernahme sind die Zustimmung der Mehrheit der Eigentümer und der Kartellbehörden.

Seit 2007 hat sich der Börsenkurs des US-Unternehmens auf zuletzt 26,25 US-Dollar verdoppelt. Bei ständig steigenden Umsätzen hat SuccessFactors jedoch seit seinem Börsengang 2007 noch nie Gewinn erwirtschaftet. So wuchs der Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 gegenüber demselben Vorjahreszeitraum um fast 160 Prozent von 145 auf 231 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig nahm der Verlust von 8 auf 30 Millionen Dollar zu (375 Prozent). SAP erwartet "dass das SAP-Ergebnis pro Aktie (Non-IFRS) in 2012 durch die Transaktion leicht verwässert wird, sich jedoch in den Folgejahren positiv auswirkt." (ck)