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SUSE und Mirantis kooperieren bei OpenStack

Auf den OpenStack Days Silicon Valley haben der OpenStack-Dienstleister Mirantis und SUSE eine strategische Partnerschaft bekanntgegeben

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SUSE und Mirantis kooperieren bei OpenStack

Zukünftig können Kunden von Mirantis Support, Patches und Updates auch für SUSE Linux Enterprise Server (SLES) beziehen. Das geben beide Unternehmen auf den OpenStack Days Silicon Valley in San Francisco bekannt. Bislang bot der bekannte OpenStack-Dienstleister dies im Linux-Umfeld nur für Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und CentOS an. Den dazu gehörenden Priority-Support bietet Mirantis als Ein- oder Dreijahres-Abo an. Der umfasst 24×7×365-Unterstützung per E-Mail und Telefon, mit einer garantierten Reaktionszeit von einer Stunde. Laut Boris Renski (Mirantis-Mitgründer und CMO – Chief Marketing Officer) hat diese Zusammenarbeit – neben der Unterstützung der wichtigsten Enterprise-Linux-Distributionen – noch weitere Vorteile. Gerade im deutschsprachigem Raum sei die Kombination OpenStack+SLES keine Seltenheit.

Über die Kooperation mit Mirantis erhofft sich Michael Miller von SUSE mehr Sichtbarkeit der Nürnberger in der OpenStack-Entwicklung.

Entsprechend groß ist der Kundenwunsch nach einer formalen Zertifizierung und vollständigen Betriebsunterstützung. Dies hilft Mirantis auch im deutschsprachigen Raum stärker Fuß zu fassen – das auf dem OpenStack Summit im Frühjahr präsentierte Szenario bei Volkswagen ist hierfür ein bekanntes Beispiel. Trotz eines eigenen OpenStack-Produkts, sieht Michael Miller (SUSEs Präsident für Strategie, Allianzen und Marketing) keinen Konflikt in der Zusammenarbeit. Der Nürnberger Linux-Dienstleister möchte möglichst viele Kunden unterstützen, unabhängig von der verwendeten Infrastruktur. Ein erwünschter Nebeneffekt ist größere Sichtbarkeit oder gar mehr Einfluss der Freunde des Chamäleons auf die OpenStack-Entwicklung.

Einige Hausaufgaben haben Mirantis und SUSE schon erledigt, beispielsweise beim Abstimmen der beiden Support-Organisationen. Übereinstimmend sagen Renski und Miller, der spannende Teil der gemeinsamen Reise beginne aber erst mit dem gemeinsamen Auftritt beim Kunden. Pläne, die Zusammenarbeit auf andere SUSE-Produkte wie SUSE-Storage auszudehnen, gebe es momentan nicht. (Udo Seidel) / (avr)