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Safari soll Privatsphäre besser schützen

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Wie unter anderem apfeltalk.de berichtet, soll der mit Apples nächstem Mac OS X ("Lion") gelieferte Browser Safari eine Funktion zum besseren Schutz der Privatsphäre enthalten. Dazu bietet das Entwicklermenü offenbar den Eintrag "Send Do Not Track HTTP Header". Das deutet darauf hin, dass Apple ein von Mozilla favorisiertes Verfahren berücksichtigt.

Dabei soll ein neuer HTTP-Header Websites darüber informieren, dass der Nutzer kein "Tracking" wünscht, sie sein Surfverhalten also nicht registrieren sollen. Damit das funktioniert, müssen die betreffenden Sites den Header respektieren. Bislang haben jedoch die großen Werbenetzwerke in den USA noch keine Zustimmung signalisiert, wie das Wall Street Journal berichtet. Im amerikanischen Kongress war zuletzt darüber beraten worden, die Akzeptanz des Do-not-track-Signals durch Internet-Werber gesetzlich vorzuschreiben, mittlerweile wurde ein entsprechender Entwurf durch die Senatoren McCain und Kerry aber zu Gunsten einer regulären "Opt Out"-Funktion verwässert.

Statt dieses kooperativen Modells setzt Microsoft mit "no-tracking lists" auf ein Verfahren, bei dem der Browser selbst das Tracking kontrollieren kann. Diese im Internet Explorer 9 eingebauten Methode steuert anhand von Listen, von welchen Domains der Browser beim Laden einer Webseite weitere Inhalten holen darf. Geeignete Listen sollen nach Micorsofts Vorstellungen vertrauenswürdige Anbieter bereitstellen. Das W3C will diese No-Tracking-Listen möglicherweise zum Web-Standard machen.

Sollte Apple das Werkzeug auch in der für den Sommer geplanten endgültigen Version von Lion beibehalten, wäre Googles Chrome der letzte große Browser, dem eine solche Funktion fehlt. Ein Sprecher des Unternehmens sagte gegenüber dem Wall Street Journal, man werde sich künftig "weiter intensiv" an der entsprechenden Diskussion beteiligen. Google setzt ein Tracking über mehrere Websites unter anderem für seine "interessensbasierten Werbung" ein. (ck)