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Salesforce verklagt Microsoft wegen Patentverletzungen

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Etwas mehr als einen Monat nachdem Microsoft den Konkurrenten auf dem CRM-Markt Salesforce.com wegen Patentverletzungen verklagt hat, reichte dieser nun seinerseits eine Klage ein (PDF), der zufolge Microsoft-Produkte gegen fünf Salesforce-Patente verstoßen. Als Rechtsvertreter hat die Firma den ehemaligen Bundesanwalt David Boies ins Boot geholt, der Ende der 90er-Jahre den Anti-Trust-Prozess gegen Microsoft geführt hatte.

Betroffen sind laut Salesforce die zwischen 2004 und 2007 in den USA erteiltenPatente 6,813,633 (Dynamic multi-level cache manager), 6,918,059 (Method and system for handling errors in a distributed computer system), 7,024,454 (Work sharing and communicating in a web site system), 7,209,929 (Java object cache server for databases) und 7,305,454 (Apparatus and methods for provisioning services). Der Klage zufolge verletze Microsoft diese Patente mit von Windows Server AppFabric, Windows Live , .NET, Windows 7, Server 2008 R2 und SharePoint genutzten Mechanismen.

Bei Microsofts Klage geht es um neun Patentverstöße, die unter anderem die zeitliche Steuerung grafischer Informationen, das Stapeln von Toolbars auf einem Computerdisplay, das automatische Erstellen einer Website mit Serverdaten und Vorlagen sowie eine Methode zur Identifizierung von Computersoftware auf einem entfernt gelegenen Rechner beschreiben. Microsoft unterstellt Salesforce, die Patente bewusst verletzt zu haben, und verlangt eine Entschädigung sowie Lizenzabgaben zur Nutzung der Techniken in nicht genannter Höhe. Zudem soll das Gericht Salesforce.com die weitere Verwendung der Verfahren untersagen. (ane)