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Schlanker und freier Desktop: LXQt Version 0.11 erschienen

Mit Ausgabe 0.11 steht Linux- und BSD-Nutzern ein aktueller und schlanker Desktop auf Qt-Basis zur Verfügung. Neuerungen gibt es vor allem bei Details, zum Beispiel der Unterstützung von mehreren Monitoren und dem Sperren des Rechners.

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Schlanker und freier Desktop: LXQt Version 0.11 erschienen

(Bild: Liam Quinn, CC BY-SA 2.0 )

Nach mehreren Monaten Entwicklungszeit hat das LXQt-Projekt Version 0.11 seiner Desktop-Umgebung veröffentlicht. Sie soll durch geringe Anforderungen an die Leistung des Rechners überzeugen. Wie der Name bereits andeutet, basiert die Software auf Qt und dem GTK-Desktop LXDE. Außerdem ist das Razor-qt-Projekt in LXQt aufgegangen.

Neue Funktionen für Anwender

Für Nutzer gibt es einige Neuerungen. So können sie beim Einsatz von Openbox als Fenstermanager auf eine zentrale Datei zum Konfigurieren zurückgreifen. Wie ~/.config/openbox/lxqt-rc.xml zu verwenden ist, findet sich in der Anleitung von lxqt-common, wozu die Datei gehört. Ferner beinhaltet lxqt-config ein Werkzeug zum Einstellen der Helligkeit des Displays.

Die Taskbar lxqt-panel kann nun besser mit mehreren Bildschirmen umgehen. Im Menü zum Starten von Programmen findet zusätzlich ein Suchfeld. Das Plugin für den Bildschirmschoner und Sperren des Rechners ist hingegen weggefallen. Anwender sollen stattdessen auf lxqt-leave --lockscreen zurückgreifen. Als Teil von lxqt-session bietet dies vergleichbare Funktionen. Künftig verweist ein neuer Eintrag im Menü auf den Befehl.

Neu ist pavucontrol-Qt, ein grafisches Werkzeug zum Steuern von PulseAudio. Änderungen gibt es zudem beim Dateimanager PCManFM-Qt, so lassen sich Einstellungen nun auf einzelne Verzeichnisse beschränken. Außerdem haben die Entwickler laut eines Blogeintrags zur neuen Version viele Fehler behoben. Auch für Programmierer von Plugins gibt es ein paar Änderungen, die sich hier nachlesen lassen.

Kein fester Zeitplan für kommende Versionen

LXQt erscheint als Open-Source-Software unter der GPL und LGPL. Der Desktop lässt sich mit vielen Linux-Distributionen und BSD-Systemen verwenden, Anleitungen zum Installieren finden sich auf GitHub. Der Vorgänger Version 0.10 erschien bereits im November 2015. Ursprünglich hatten die Entwickler eine Entwicklungszeit von sechs Monaten je Ausgabe angepeilt. Künftig sollen neue Versionen jedoch nicht nach einem festen Schema erscheinen. (fo)