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Schnelle PCI-Express-SSDs für Server mit bis zu 1 TByte

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Schnelle Flash-Disks mit Serial ATA wie Samsungs 256-GByte-SSD erreichen in der Praxis derzeit "nur" rund 200 MByte/s. Auch mit einem noch leistungsfähigeren Flash-Controller könnten Solid State Disks über die derzeit noch 3 GBit/s schnelle Serial-ATA-Schnittstelle nur maximal rund 300 MByte/s übertragen. Speziell für Serversysteme, bei denen ein extrem hohes Tempo gefordert ist, entwickeln daher immer mehr Hersteller SSDs für den PCI-Express-Slot.

Nach Micron und Fusion-IO hat nun auch die Firma Texas Memory Systems mit der RamSan-20 ein Modell angekündigt, das in PCI-Express-Slots mit vier Lanes (PCIe-x4) passt und 450 GByte in SLC-Flash-Chips von Samsung speichert. Um Datenverlusten durch Ausfall einzelner Chips vorzubeugen, betreibt der Hersteller sie in einer RAID-5-Konfiguration, realisiert durch vier Xilinx FPGAs. Als Controller dient eine mit 333 MHz getaktete PowerPC-CPU.

Laut Hersteller erreicht die PCIe-SSD damit maximale Transferraten von 700 MByte/s beim Lesen respektive 500 MByte/s beim Schreiben und bewältigt 120.000 (Lesen) beziehungsweise 50.000 (Schreiben) Ein- und Ausgabeoperationen pro Sekunde (IOPS). Dabei verbraucht sie nur maximal 15 Watt. Als Lebensdauer für die RamSan-20 nennt der Hersteller etwa 12 Jahre, sofern der Schreibanteil in diesem Zeitraum bei maximal 25 Prozent liegt. Sie kommt voraussichtlich im zweiten Quartal dieses Jahres auf den Markt und kostet dann zirka 18.000 US-Dollar.

Einen Schritt weiter bei der Kapazität ist die US-amerikanische Firma Fusion-IO, die im April mit einer Duo-Version ihrer seit einiger Zeit erhältlichen ioDrives nachlegen möchte. Bislang gab es das ioDrive für PCIe-x4-Slots nur mit 80 sowie 160 GByte und SLC-Flash sowie mit 320 GByte und MLC-Flash zu kaufen, in Deutschland etwa bei den Firmen Hamburgnet oder Argus Computersysteme. Das kleinste Modell ist dort ab zirka 3000 Euro zu haben.

Schnelle PCI-Express-SSDs für Server mit bis zu 1 TByte (3 Bilder)

RamSan-20

Die RamSan-20 von Texas Memory Systems speichert 450 GByte in SLC-Flash und passt in PCIe-x4-Slots

Beim ioDriveDuo, das per PCIe-x8 oder PCIe-x4 2.0 angebunden werden kann, koppelt der Hersteller zwei ioDrive-Module auf einer Karte, so dass sich Speicherkapazität, Transferraten und der Verkaufspreis etwa verdoppeln. Die Speicherkapazität liegt damit bei maximal 640 GByte in der MLC- und bei 320 GByte in der SLC-Version. In der zweiten Jahreshälfte 2009 soll dann ein Modell mit 1,28 TByte erscheinen. Als maximale Geschwindigkeit spezifiziert der Hersteller für das ioDrive Duo bis zu 1,5 GByte/s (Lesen) und 1,4 GByte/s (Schreiben), sowie 186.000 IOPS (Lesen) respektive 167.000 IOPS (Schreiben). Optional soll es auch möglich sein, die Daten zwischen beiden Modulen auf der Karte zu spiegeln, um Datenverlusten durch defekte Flash-Chips vorzubeugen.

Als Billig-Alternative dazu hat OCZ auf der CeBIT bereits sein sogenanntes Z-Drive vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine aus MLC-Chips aufgebaute SSD für PCIe-x8-Slots mit 1 Terabyte, die sequenzielle Transferraten von bis zu 600 MByte/s (Lesen) und 500 MByte/s (Schreiben) erreichen soll. Der Hersteller schaltet hier nach eigenen Angaben vier 256-GByte-SSDs zu einem Hardware-RAID 0 zusammen. Das 1-Terabyte-Modell soll es "bald" zum Preis von etwa 1500 US-Dollar geben und Modelle bis 4 Terabyte noch dieses Jahr folgen. Genauere Angaben auf der Homepage fehlen noch. (boi)