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Schon wieder: Cloud-Hoster down wegen Administratorfehler

Nach Amazon Web Services hat es jetzt auch Digital Ocean getroffen: Durch einen Administrationsfehler standen wichtige Dienste mehrere Stunden lang still.

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Für genau vier Stunden und sechsundfünfzig Minuten konnten bei Digital Ocean keine virtualisierten Server verwaltet oder neu angelegt werden, wie der US-amerikanische Cloud-Hoster in einem Blog-Eintrag mitteilte. Der Grund war ähnlich trivial wie bei einem – weitreichenderen – Ausfall bei Amazon Web Services: Administratorversagen.

Denn ein automatisiertes Test-Prozedere war versehentlich statt auf Testdaten auf dem produktiven Datenbestand ausgeführt worden. Der zuständige Mitarbeiter hatte sich mit den falschen Credentials eingeloggt. Auch der Ausfall der S3-Dienste von Amazon Anfang März 2017 soll durch eine falsche Eingabe während Debugging-Arbeiten ausgelöst worden sein.

Dass es fast fünf Stunden dauerte, bis man bei Digital Ocean wieder neue Server aufsetzen und die vorhandenen verwalten konnte, erklärt der Abieter mit der Dauer der Restaurierung der Daten. Den Grund für den Fehler habe man bereits nach wenigen Minuten festgestellt.

Laut einer Studie des Branchenverbands Bitkom ist die Nutzung von Cloud-Diensten in Deutschland in den letzten Jahren stark gestiegen. Ein wichtiges Argument für viele Anwender ist – trotz spektakulärer Ausfälle – die höhere Verfügbarkeit gegenüber in Eigenregie betriebenen Server-Diensten. Das hat unter anderem das BSI schon 2013 festgestellt.

(js)