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Schub für elektronische Rechnungen in der EU

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Bis zu 40 Milliarden Euro könnten europäische Unternehmen jährlich sparen, wenn sie nur noch elektronische Rechnungen austauschen würden. Bislang hält sich die Begeisterung für diese Technik jedoch in Grenzen. Ein Expertenbericht (PDF) hatte Anfang 2009 dafür unter anderem die bislang verpflichtende digitale Signatur ausgemacht. Diese Pflicht hat die EU inzwischen abgeschafft, nun sollen weitere Maßnahmen den Einsatz elektronischer Rechnungen erleichtern. Bis 2020 solle die elektronische Rechnung "auf breiter Front" eingeführt werden.

Dazu will die EU-Kommission einen kohärenten Rechtsrahmen sicherstellen sowie kleine und mittlere Unternehmen einbeziehen. Für das nächste Jahr hat sie eine Überarbeitung der Signaturrichtlinie angekündigt, um die Kompatibilität der verschiedenen nationalen Systeme zu verbessern. Außerdem soll das Europäische Komitee für Normung (CEN) Richtlinien für ein brachenübergreifendes Rechnungsdatenmodell aufstellen. Vorarbeiten zu einem solchen einheitlichen Rechnungsformat, das die Voraussetzung für die weitgehend automatische Verarbeitung ist, hatten bereits die Expertengruppe Anfang vergangenen Jahres geleistet. (ck)