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Smartphone-Nutzer zahlen weiterhin ungern für Apps

Gut die Hälfte der Befragten einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmen Gartner gibt weder Geld für Apps noch In-App-Käufe aus. Allerdings ist die Bereitschaft für Letztere bei generell Zahlungswilligen deutlich gestiegen.

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Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat sich in einer neuen Studie mit dem Ausgabeverhalten von Mobil-App-Nutzern beschäftigt. Laut Gartners Research Director Stéphanie Baghdassarian stieg 2016 die Bereitschaft, überhaupt für Downloads zu bezahlen, um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nutzer, die bereits in Apps investiert haben, seien derweil stärker geneigt, auch in der Anwendung Käufe zu tätigen. Hier verzeichnet Gartner einen Zuwachs von 26 Prozent.

Gartner befragte gut 3000 Menschen aus den USA, Großbritannien und China zu ihrem Ausgabeverhalten bei Mobilanwendungen. Die Grafik bezieht sich auf Ausgaben pro Quartal.

(Bild: Gartner )

Das meiste Geld für Anwendungen und In-App-Käufe geben wohl Nutzer zwischen 25 und 34 aus (13,40 beziehungsweise 19 US-Dollar pro Quartal), gefolgt von der Altersgruppe der 35- bis 44-jährigen. Während die älteren Generationen noch stärker gewillt sind, für Anwendungen zu bezahlen, ist die Kluft der durchschnittlichen Ausgaben zwischen App und In-App-Käufen bei den 18- bis 24-jährigen weitaus größer: Während im Quartal im Schnitt 3,80 US-Dollar für Anwendungen ausgegeben werden, kommen In-App-Käufe im selben Zeitraum auf 12,10 US-Dollar.

Bei der Befragung sei zudem aufgefallen, dass Männer im Durchschnitt nicht nur mehr für Anwendungen und Transaktionen zahlen, sondern die Anwendungen auch länger nutzen als Frauen. Letztere seien allerdings eher bereit, Freemium-Modelle zu akzeptieren, bei denen sie die Anwendung erst testen können.

Unternehmen gibt Baghdassarian den Hinweis mit, sich nicht nur auf Mobile Apps zu verlassen. Um erfolgreich zu bleiben, sei zu prüfen, ob andere Angebote wie Bots oder virtuelle Assistenten nicht besser für bestimmte Inhalte geeignet seien. (jul)