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Soziale Nachhaltigkeit bei ITK-Beschaffung der Öffentlichen Hand

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Die Öffentliche Hand soll künftig beim Einkauf von IT-Hardware soziale Nachhaltigkeitskriterien stärker beachten, wie der ITK-Branchenverband Bitkom und das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern bekannt gaben. Die Kriterien wurden in einer entsprechenden Mustererklärung für Anbieter zusammengefasst.

Diese Mustererklärung orientiert sich an den so genannten Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Dazu gehört, dass die Produkte ohne Kinder und Zwangsarbeit, ohne Diskriminierung aufgrund von Rasse, Hautfarbe oder Herkunft und ohne Beschneidung der Rechte der Arbeitnehmer hergestellt werden. Beide Parteien zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis: Man habe zwar hart gerungen, aber dafür auch ein verbindliches Ergebnis erzielt und so Sicherheit für die Vergabestellen und die Bieter geschaffen.

Bund, Länder und Kommunen geben jährlich über 19 Milliarden Euro für Informations- und Kommunikationstechnik und Dienstleistungen aus, darunter 2,4 Milliarden für IT-Hardware. Zunächst wurde eine praxisnahe Lösung für den Kauf von Hardware erzielt. Diese wird bei einer aktuell anstehenden Ausschreibung für Drucker bereits verwendet.

Nach einer weiteren Evaluation wollen Bitkom und BeschA die Zusammenarbeit für weitere Bereiche fortsetzen, sie sehen die erfolgte Einigung als "ersten Schritt in einem umfassenden Stufenplan für mehr soziale Nachhaltigkeit im öffentlichen ITK-Einkauf".Die Mustererklärung und die vertragliche Regelung sind unter www.nachhaltige-beschaffung.info verfügbar. (js)