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Spam-Filter: SpamAssassin 3.4.0 mit schnellerer Inhaltsanalyse und nativem IPv6

Das SpamAssassin-Projekt hat nach einer fast einjährigen Testphase die neue Hauptversion 3.4.0 seiner quelloffenen Spamfilter-Software veröffentlicht. Sie bringt auch Unterstützung für Extended DNS.

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Die neue Version 3.4.0 der Spamfilter-Software SpamAssassin enthält neben sämtlichen Fehlerkorrekturen seit der Version 3.3.2 vom Juni 2011 unter anderem die In-Memory-Datenbank Redis für die Schlüsselbegriffe. Dies soll die Inhaltsanalyse deutlich beschleunigen. Darüber hinaus haben die Entwickler am Support für DNS- und URL-Blacklists gearbeitet.

Die von SpamAssassin generierten DNS-Abfragen aktivieren jetzt die Option EDNS0 für den so genannten Extended-DNS-Support und verwenden per Default eine Puffergröße von 4096 Bytes. Das erlaubt DNS-Antworten mit mehr als 512 Byte in einem UDP-Datagramm. Die jetzt per Default gesetzte Erweiterung kommt etwa zum Tragen, wenn im selben lokalen Netz, in dem der ein Host mit SpamAssassin läuft, ein DNS-Resolver existiert – was der Normalfall sein sollte. Allerdings kommen manche älteren Router oder konservativ konfigurierte Firefalls nicht mit Extended DNS zurecht. Dann muss die Option mit dns_options noedns0 deaktiviert werden.

Neu ist zudem die jetzt durchgängige native Unterstützung für IPv6 auch für Hosts, die ausschließlich für IPv6 konfiguriert sind. Außerdem gab es eine geringfügige Änderung der API in libspamc (Bug 6562), die sich wie alle weiteren Neuerungen im Detail der Veröffentlichungsmitteilung entnehmen lässt.

SpamAassassin ist in Perl geschrieben. Die unter der Apache-2.0-Lizenz lizenzierte Software steht ab sofort im Quelltext auf der Download-Seite des Projekts zur Verfügung. Den Entwicklern zufolge wurde SpamAssassin 3.4.0 unter Debian 7.2 (Wheezy) mit Perl 5.18.2 erfolgreich getestet. (Thomas Drilling) / (un)