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Spam-Rate erstmals wieder unter 50 Prozent

Mit 49,7 Prozent Anteil am weltweiten E-Mail-Verkehr erreicht der Spam eine neue Rekordtiefmarke seit 2003.

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Schere zerschneidet Spam Briefumschlag

Der Spam-Anteil am gesamten E-Mail-Verkehr soll laut der Sicherheitsfirma Symantec erstmals nach mehr als einem Jahrzehnt unter die 50-Prozent-Marke gefallen sein, nämlich auf den Stand von 2003. Den von Symantec am Donnerstag vorgelegten Zahlen für den Juni nach lag der Spam-Anteil im Mai noch bei 51,5 Prozent, im Juni dann bei 49,7 Prozent.

Demnach seien 704 Milliarden E-Mails durch die Netze gegangen, unter ihnen 353 Milliarden E-Mails, die als Spam klassifiziert wurden. Vor allem im Vergleich zum Juni 2009, der Hochzeit des Spam, ist der Anteil stark gesunken. Dort waren es 5,7 Billionen von 6,3 Billionen E-Mails. Auch die Phishing-Rate sei im Juni weiter gesunken.

Gründe dafür gibt es mehrere. Erstens investieren die Netzwerk-Provider mehr in den Spam-Schutz und reagieren inzwischen schneller. Zweitens sei es inzwischen nicht mehr so einfach möglich, Bot-Netze zum Spammen zu verwenden. Gesetzesänderungen und ein agressives Vorgehen von Unternehmen wie Microsoft gegen Botnetze hatte ihre Zahl stark eingeschränkt.

Außerdem habe das zunehmende Filtern und Blockieren unerwünschter Werbebotschaften dazu geführt, dass weniger Empfänger überhaupt verleitet werden, die darin enthaltenen Links anklicken. Damit sinken auch die Erfolgschancen für ein Geschäfts-Modell mit Spam.

(sun)