Spanisch-Lektion für eBay-Kunden

Passend zum Start der Authentifizierungszusammenarbeit mit Web.de und GMX sendet eBay echte Werbung an die falschen Kunden.

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Von
  • Bert Ungerer

Dass ein Echtheitssiegel nicht sicher vor Unerwünschtem schützt, zeigen Werbe-E-Mails von eBay, die in den vergangenen Tagen an deutsche Kunden gingen. Offenbar versehentlich, denn sie sind vollständig in spanischer Sprache verfasst und weisen auf das spanische eBay-Angebot hin.

Außer Ärger bei den betroffenen Empfängern lösen solche fehlgeleiteten Kampagnen auch Sicherheitsbedenken aus. So gingen etliche dieser E-Mails, die den Mitgliedsnamen und den vollen Namen der Kunden enthalten, auch an Mail-Accounts, die eigens als sogenannte Spamfallen für das Projekt NiX Spam eingerichtet wurden. Ein Hinweis darauf, dass eBay nicht in ausreichendem Maße darauf achtet, Kunden-Accounts zu deaktivieren, deren Mail-Adressen nicht mehr erreichbar sind. GMX beispielsweise gibt aufgegebene Adressen erst nach einem halben Jahr erneut zur Registrierung frei – eigentlich Zeit genug für Werbeversender, auf Fehlermeldungen wegen nicht zustellbarer E-Mails zu reagieren.

GMX kennzeichnet E-Mails, die tatsächlich von eBay stammen, neuerdings als echt, auch wenn sie wie in diesem Fall unerwünscht sind.

(un)