Statt AWS & Co.: Schwarz-Gruppe will Cloud-Anbieter werden

Die hinter Lidl und Kaufland stehende Schwarz-Gruppe will ins Cloud-Geschäft einsteigen und eine Alternative zu US-basierten Diensten bieten.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 52 Beiträge

Cloud-Anbieter mit Rechenzentren in Deutschland werben mit dem Argument Datenschutz.

(Bild: dpa, Stefan Sauer)

Von

Künftig will die Schwarz-Gruppe in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Cloud-Dienstleister eine Alternative zu AWS, Azure und Co. bereitstellen. Der Hintergrund: Gerade zu Corona-Zeiten drängt der verstärkte Druck zur Digitalisierung viele vor allem kleine und mittelständische Unternehmen dazu, ihre Services in die Cloud zu verlagern.

Dabei stehen sie oft vor der Entscheidung, ihre mit Datenschutzbedenken begründete Zurückhaltung bei Angeboten US- und fernostbasierter Hersteller über Bord zu werfen. Wie das Handelsblatt schreibt, will die Schwarz-Gruppe, zu der die Handelskonzerne Lidl und Kaufland gehören, als europäischer Vertragspartner mit Standorten in der DACH-Region eine maximale Datensouveränität in der Cloud garantieren.

Die Schwarz-Gruppe hatte in den vergangenen zwei Jahren mit einer eigenen IT-Tocherfirma die eigene Infrastruktur fit für die Digitalisierung gemacht und betreibt derzeit mehrere eigene Rechenzentren in Deutschland und Österreich. In zweien – zwei weitere sind in Vorbereitung – bietet sie seit vorigem Jahr bereits Colocation an.

Nun soll dieses Angebot unter dem Label Stackit um klassische Cloud-Services erweitert werden: Es soll VMs über Storage und Load Balancer bis hin zu Managed Server, Datenbanken und Kubernetes umfassen. Wann diese allgemein verfügbar sein werden steht noch nicht fest, Interessenten können aber bereits einen nicht für den Produktiveinsatz ausgelegten Testzugang anfordern. (avr)