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Studie: Flut von DSGVO-Anfragen droht

Nach dem Inkrafttreten der DSGVO am 25. Mai kommt lauter einer Studie auf Unternehmen eine Flut von Anfragen auf Auskunft und Datenlöschung zu. Besonders treffen soll es soziale Medien und die Finanzbranche.

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Studie: Eine Flut von DSGVO-Anfragen droht

Mit dem Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung könnten auf deutsche Unternehmen sehr viele Anfragen zukommen. Laut einer Studie von Veritas Technologies wollen über ein Drittel der Deutschen (38 Prozent) innerhalb von sechs Monaten von ihren neuen Datenschutzrechten Gebrauch machen.

Artikel 15 der DSGVO spezifiziert das Recht der Verbraucher auf Auskunft, welche Daten von ihnen zu welchem Zweck für wie lange gespeichert werden und an wen die Daten weitergegeben werden. Außerdem besteht ein Recht auf Berichtigung oder Löschung der gespeicherten Daten sowie auf Einschränkung der Verarbeitung. Unternehmen haben in der Regel einen Monat Zeit, um auf solche Anfragen zu reagieren.

In der Veritas-Studie nannten die 1000 Befragten aus Deutschland vor allem Soziale Medien (57 Prozent) und Finanzdienstleister (47 Prozent) als Adressaten für Anfragen. Auch der Handel, Online-Dating-Portale, Streaming-Anbieter und die Gesundheitsbranche müssen mit einer größeren Zahl an Anfragen rechnen. Die Hälfte der Befragten möchte ihr Auskunftsrecht spätestens dann ausüben, wenn in einer Firma ein Datenleck bekannt wird. Interessant: 85 Prozent der Befragten glauben nicht, dass die Unternehmen überhaupt in der Lage sein werden, alle personenbezogenen Daten zu finden oder zu löschen.

Zur DSGVO siehe auch: