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Sun liefert Afrikas größten Supercomputer

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Kernstück des Superrechners für Südafrika: Suns M9000

(Bild: Sun Microsystems)

Südafrikas Centre For High Performance Computing (CHPC) in Cape Town erhält einen Supercomputer von Sun Microsystems. Es handelt sich um einen Hybrid-Rechner, der im endgültigen Ausbau eine hochgerechnete Leistung von 27 TFlop/s erbringen soll. Den Kern bilden ein SPARC- und vier Blade-Server: Suns SPARC Enterprise M9000 mit 64 SPARC64 VII, Quad-Core-CPUs von Fujitsu, und Suns Blade 6048 Modular mit Intels Xeons.

Den ersten Abschnitt bildet ein System, bestehend aus 48 Blades mit Intels E5450-Prozessoren, 3 GHz schnelle Xeons (Harpertown) mit vier Kernen. Im zweiten kommen drei weitere 6048-Modular-Server hinzu, deren 144 Blades aber mit Intels neuem Xeon der Baureihe 5500 Nehalem ausgerüstet sind.

Für die Nutzer implementiert Sun sein Visualization System, das dreidimensionale Modelle liefert. Der Massenspeicher besteht aus zehn Open-Storage-Servern vom Typ Fire X4540, angetrieben von AMDs Operton-CPUs. Er stellt ein Volumen von 480 TByte über Lustres Parallel File System bereit. Sämtliche Komponenten des Gesamtsystems sind über Voltaires Infiniband-Switche zusammengeschaltet. Implementiert hat Sun seine HPC-Software, Linux Edition, für die Bewältigung der Rechenaufgaben und xVMN Ops Center für das zentrale Management nebst Software von Totalview.

Komponenten des Number Crunchers (4 Bilder)

Hinter den Türen: Suns M9000 ist mit 64 SPARC64-VII-CPUs bestückt. (Bild: Sun Microsystems)

Zusammen mit den ortsansässigen Partnern Eclipse Networks und Breakpoint Solutions hatte Sun die Ausschreibung der zweiten Ausbaustufe gewonnen. Betreiber des CHPC ist das Meraka Institut des Council for Scientific and Industrial Research (CSIR), Geldgeber das südafrikanische Department of Science and Technology. Das Meraka Institut hatte Ende 2007 einen Supercomputer von IBM mit 14 TFlop/s Rechenleistung erhalten.

In den USA und in Schottland stellt Sun die Hardware zusammen und liefert sie nach Südafrika. Dort installieren Eclipse Networks and Breakpoint Solutions das System. Forschungsbereiche, die das CHPC nutzen sind hauptsächlich alternative Energien, Wettervorhersage und Medizin. So arbeitet man an der Universität von Limpopo in Südafrika an Untersuchungen von Lithium-Kristallen, wie sie in Li-Ion-Batterien verwendet werden. (rh)