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Support läuft aus: Unternehmenszukunft ohne Windows 7

In weniger als einem Jahr müssen Firmen ohne Windows 7 sowie die Server 2008 und 2008 R2 auskommen. Die aktuelle iX gibt Tipps für den Umstieg.

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Support läuft aus: Unternehmenszukunft ohne Windows 7

Ab Januar 2020 müssen etwa eine halbe Milliarde Windows-7-PCs ohne Support auskommen. Wäre die Situation bei den Clients nicht schon schlimm genug, erhalten auch Microsofts Server-Betriebssysteme 2008 und insbesondere der beliebte 2008 R2 keine Updates mehr. Unternehmen müssen also dringend den Umstieg planen – was sie dabei im Blick behalten müssen, erklärt Nils Kaczenski in der aktuellen iX 04/2019.

Ausschließlich für professionelle Anwender der Editionen Windows 7 Pro und Enterprise ist das kostenpflichtige Programm Extended Security Updates (ESU) gedacht. Mit ihm erhalten Firmen bis Januar 2023 Updates, die Sicherheitslücken ausbessern. Die Kosten richten sich nach der Anzahl der Clients und dem Zeitraum – je Client kostet ESU im ersten Jahr 50 Euro, im zweiten Jahr 100 Euro und im dritten Jahr 200 Euro.

Für den Server bietet Microsoft ein ähnliches Programm an, das sogar kostenfrei ist. Allerdings setzt dies voraus, dass der Kunde seine Server in die Azure-Cloud verschiebt. Unternehmen sollten sich den Schritt gut überlegen, denn der Aufwand könnte dem einer herkömmlichen Migration entsprechen. Hinzu kommt: Wie beim Client erhält der Anwender nur Sicherheits-Updates, wobei Firmen gerade beim Server darüber hinaus Support beim Betrieb ihrer Systeme benötigen könnten.

Eine Hürde beim Migrieren auf eine neuere Windows-Version (10 beim Client und 2016 oder 2019 beim Server bieten sich an) ist die drohende Inkompatibilität mit bestehenden Anwendungen. Außerdem hat Microsoft sein CAL-Lizenzmodell (Client Access License) umgestellt, bei dem nun jeder Client eine eigene Lizenz für seinen Zugriff auf einen Server benötigt. Entsprechend teuer ist der Umstieg, wenn viele Clients auf den neu migrierten Server zugreifen sollen.

Weitaus niedrigere Kosten versprechen Alternativen, insbesondere Anbieter von Linux-Systemen. Allerdings steht Unternehmen hier ebenfalls ein hoher Migrationsaufwand ins Haus, Applikationen sind inkompatibel und Dateien lassen sich nicht ohne Weiteres weiterverwenden. Entsprechend schwer lassen sich die definitiven Kosten eines Umstiegs voraussagen.

Weitere Informationen zur Migration von Betriebssystemen und Applikationen finden Interessierte in der aktuellen Ausabe von iX:

Mit Schwerpunkt auf den Client-Varianten von Windows 7 beschäftigte sich c't in Ausgabe2/2019 mit dem Support-Ende für Windows 7:

(fo)