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TU Dresden entwickelt Gigabit-schnelle Funkzellen

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Drahtlose Netze erfreuen sich wachsender Beliebtheit, und auch der Durchsatz kann sich mit Werten von annähernd 100 MBit/s sehen lassen. Doch für die Übertragung wirklich breitbandiger Signale, etwa für die der HDMI-Schnittstelle von HDTV-Displays und -Projektoren, bedarf es Übertragungsgeschwindigkeiten im Bereich von mehreren Gigabit pro Sekunde.

Eine entsprechende Funktechnik wurde jetzt an der TU Dresden Professur für Hochfrequenztechnik und Photonik entwickelt. Unter der Leitung von Prof. Schäffer entstand dort ein System, das pro Funkzelle 2,5 bis 10 Gbit/s schnell übertragen kann. Allerdings ist die Reichweite auf wenige Meter begrenzt, die Macher bezeichnen ihren Prototypen darum als Pico-Funkzellen.

Das Übertragungssystem arbeitet mit Mikrowellensignalen, die durch optische Überlagerung erzeugt werden, im Frequenzbereich 26-150 GHz, soll aber auch für Frequenzen im Terahertz-Bereich geeignet sein. Mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Gbit/s wäre auch eine Nutzung im Rahmen des 10-GB/s-Ethernet möglich.

2005 hatten Forscher im britischen Essex über eine drahtlose Punkt-zu-Punkt-Verbindung 10,4 GBit/s erreicht, am Georgia Institute of Technology laufen ähnliche Arbeiten unter Nutzung des 60-GHz-Bereichs. Dort rechnet man mit einem Praxiseinsatz in einigen Jahren. (js)