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Threema Gateway ermöglicht Versenden selbst verschlüsselter Nachrichten

Mit seinem neuen Gateway will der Schweizer Hersteller Threema eine Alternative zum potenziell unsicherem SMS-Versand anbieten.

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(Bild: dpa, Oliver Berg)

Das in die Unternehmens-IT integrierte Threema Gateway funktioniert wie ein SMS-Gateway.

(Bild: Threema)

Speziell an Unternehmen richtet sich das neue Verschlüsselungsprodukt aus dem Hause Threema, das durch den gleichnamigen Messenger bekannt wurde. "Threema Gateway", so der Name des neuen Dienstes, bietet eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als API an. Die Verschlüsselung der Nachrichten erfolgt mittels Open-Source-Software (NaCL-Bibliothek) auf dem Server im Kundenunternehmen selbst und wird von dort über das Threema Gateway auf die Empfänger-Smartphones ausgeliefert (Bild). Das Empfangen ist auch ohne Mobilfunksignal möglich, solange ein Internetzugang besteht.

Die Nachrichten können bis zu 20 mal so lange sein wie herkömmliche SMS, die Absender-Threema-ID kann das Unternehmen frei wählen. Die Registrierung ist kostenlos, bezahlt wird der Dienst je verschickte Nachricht (ab 0,02 Franken / 0,017 Euro). Das Software Development Kit für die Integration in die eigene Umgebung ist in Java/PHP und Python verfügbar.

Als mögliche Anwendungsszenarien nennt Threema das Versenden von mTAN, eTAN, Einmalpasswörtern oder Passwörtern, Alarmierungen für Notdienste, Monitoring von Software und Anlagen, Weiterleiten verschlüsselter E-Mails, sicherer Newskanal für interne Firmenkommunikation sowie vertrauliche Kundenkommunikation. (ur)