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ULLtraDIMM: Flash-Speichermodul als Server-SSD

Die Sandisk-Tochterfirma Smart Storage Systems fertigt austauschbare Flash-Speicherriegel, die IBM als eXFlash-DIMMs in den neuen Xeon-Servern mit Enterprise X-Architecture 6 (X6) einsetzt.

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Solid-State Disks (SSDs) gibt es mit zahlreichen Schnittstellen wie SATA, SAS, FibreChannel oder PCI Express. Noch höhere Datentransferrraten und kürzere Latenzen sind aber möglich, wenn man Flash-Speicher wie DDR3-SDRAM-Speichermodule über den Speicher-Controller eines Prozessors anbindet. Genau diese Idee haben die Firmen Diablo Technologies und die Sandisk-Tochter Smart Storage Systems mit dem ULLtraDIMM umgesetzt: ULL steht dabei für Ultra-Low Latency.

ULLtra DIMM von Smart Storage Systems beziehungsweise Sandisk

(Bild: Sandisk)

Als eines der ersten Produkte, in denen diese Flash-Speicherriegel laufen, bringt IBM die Xeon-E7-Server mit Enterprise X-Architecture 6 auf den Markt, also System x3850 X6, System x3950 X6 und den Compute-Node Flex System x880. Ein Drittel aller DIMM-Slots darf man in diesen Systemen mit eXFlash-DIMMs bestücken, also letztlich mit ULLtra-DIMMs.

Rückseite des ULLtra DIMM

(Bild: Sandisk)

Welche anderen Server ebenfalls für Flash-DIMMs ausgelegt sind, verrät Smart Storage Systems bisher nicht. Jedenfalls müssen Speicher-Controller und BIOS beziehungsweise UEFI-Firmware mitspielen. Flash-DIMMs sind im Prinzip aber nicht neu, Sun setzte sie schon vor der Oracle-Übernahme ein und etwa auch Violin Memory. Neu ist aber die Idee, den RAM-Kanal herkömmlicher (x86-)Prozessoren als Schnittstelle auch für Flash zu nutzen, was Diablo als Memory Channel Storage (MCS) bezeichnet.

Es gibt auch Kombi-DIMMs mit Flash- und DRAM-Chips (NVDIMM), bei denen die Flashes als Notfall-Puffer bei Stromausfällen dienen. Und Viking hat eine SATADIMM-SSD mit SATA-Anschluss in Form eines Speichermoduls im Angebot, die für kompakte Server gedacht ist, wo sonst nirgends eine SSD hineinpasst. (ciw)