US-Justizministerium und -Börsenaufsicht betrachten Bitcoin als sinnvolles Zahlungsmittel

Mit dem Justizministerium und der Börsenaufsicht haben zwei wesentliche US-Behörden in einer Stellungnahme für eine Senatsanhörung die Digitalwährung als nicht prinzipiell riskanter als andere Online-Zahlungsverfahren eingeschätzt.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 97 Beiträge
Von
  • Jürgen Seeger

Für die virtuelle Währung Bitcoin scheint sich ein weiterer Schritt zum auch offiziell anerkannten Zahlungsmittel abzuzeichnen. Wie der Finanzinformationsdienstleister Bloomberg meldet, sind Vertreter des US-Justizministeriums und der Börsenaufsicht (SEC) in einer Stellungnahme für eine Anhörung eines Senatskomitees zu dem Schluss gekommen, dass digitales Geld Vorteile bietet und Risiken in sich birgt, ebenso wie andere legitime Online-Zahlungsverfahren. Ein Bundesrichter hatte in einem Verfahren im August dieses Jahres bereits eine ähnliche Ansicht vertreten.

Das Senatskomitee für "Homeland Security and Governmental Affairs" hat die Anhörung anberaumt, um nach der Schließung von Silk Road die Chancen und Risiken einer virtuellen Währung für Staat und Gesellschaft zu erkunden. Auf der Silk-Road-Website wurden Drogen und andere illegale Waren mit Bitcoins als Zahlungsmittel gehandelt, Im Oktober hatte das FBI die Website stillgelegt, wenige Wochen später ging allerdings der Nachfolger Silk Road 2.0 online.

Laut Bericht von Coindesk geht aus der Antwort des US-Justizministeriums auch hervor, dass das FBI einen genauen Blick auf Bitcoin und andere virtuelle Währungen habe – inklusive eigens dafür entwickelter Überwachungstechniken. Weniger positiv zeigte sich dem Bericht zufolge das Department of Homeland Security in seiner Stellungnahme. Die Behörde forderte eine möglichst "aggressive Haltung" gegenüber den Möglichkeiten zur Geldwäsche, die virtuelle Währungen kriminellen Organisationen böten.

Auch in Deutschland erkennen die Behörden Bitcoins mittlerweile als Zahlungsmittel an, so etwa das Finanzministerium im August 2013. Und trotz immer wieder auftauchender Sicherheitslücken bewegt sich der Kurs aktuell von einem Allzeithoch zum nächsten. (js)