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Umfrage: Hiesige Unternehmen setzen auf Datenanalysen

Auf das systematische Auswerten von Geschäftsdaten mag kein Unternehmen mehr verzichten. Allerdings sind die meisten Analysen noch von schlichter Natur.

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Hiesige Unternehmen vertrauen auf Datenanalysen

Drei Viertel der Unternehmen in Deutschland verlassen sich bei wichtigen Entscheidungen auf ihre Geschäftsdaten. Und nahezu der Hälfte (48 Prozent) gelingt es bereits, einen konkreten Nutzen aus den Analyseergebnissen zu ziehen. Das hat eine gemeinsame repräsentative Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG und des Marktforschungsunternehmens Bitkom Research unter mehr als 700 deutschen Unternehmen ergeben.

Durch eine bessere Ansprache der Kunden wollen Unternehmen ihre Organisation optimieren.

(Bild: KPMG: Mit Daten Werte schaffen, Report 2015)

Die meisten Firmen führen die Untersuchungen mit vergleichsweise simplen Anwendungen wie Tabellenkalkulationen (87 Prozent) durch. Nur selten nutzen sie spezialisierte Software (9 Prozent). Bei Unternehmen mit mehr als 2000 Angestellten sieht die Lage anders aus, jedes Dritte arbeitet mit sogenannten Business-Intelligence-Programmen. Fast alle Befragten äußern sich über die Resultate "zufrieden" oder "sehr zufrieden" (98 Prozent). Vorreiter bei den fortgeschrittenen Analysen sind die Automobilindustrie, die Versicherungsbranche sowie der Chemie- und Pharmasektor.

Fast zwei Drittel gehen davon aus, dass die Bedeutung von Datenanalysen im eigenen Unternehmen in den kommenden drei Jahren steigen wird (63 Prozent), der Rest erwartet zunächst keine Veränderung. Laut KPMG gestalten sich die Datenanalysen in den meisten Unternehmen relativ schlicht, denn meist beschreiben sie nur einen Ist-Zustand. Die Studienautoren glauben jedoch, dass immer kürzere Innovationszyklen die Unternehmen dazu zwingen, sich auch mit Prognosen zu befassen.

Die Bedeutung des Auswertens von Geschäftsdaten ist bei den Befragten unumstritten: 61 Prozent betrachten sie als einen entscheidenden Baustein für die Wertschöpfung. Mehr als die Hälfte sucht gezielt nach Chancen, die sich durch Analysen ergeben. 81 Prozent der Befragten verwerten Kundendaten und jeweils rund zwei Drittel ziehen von technischen Systemen erstellte Informationen aus Logs oder Sensoren beziehungsweise öffentlich verfügbare Daten, etwa Marktzahlen oder wissenschaftliche Publikationen zum Auswerten heran. Die Ziele sind vor allem Effizienz- und Umsatzsteigerung sowie Risikominimierung. (jd)