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Umfrage: Mobile Websites lassen Wünsche offen

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Eine gemeinsam vom Bundesverband Digitale Wirtschaft, Google und TNS Infratest durchgeführte Studie deutet darauf hin, dass einerseits die mobile Internetnutzung in Deutschland stark zunimmt. Andererseits sind die Anwender mit den Webangeboten für Smartphones und Tablets jedoch nicht immer zufrieden.

Der Anteil der Befragten, die ein Smartphone verwenden, von 2011 bis 2013 verdoppelt (18,5 gegenüber 39,8 Prozent), der der Tablet-Nutzer sogar vervierfacht (3,1 beziehungsweise 14,6 Prozent). Gleichzeitig ging die Nutzung von PCs um 7 Prozentpunkte auf 43 Prozent zurück. Unterschiede zwischen den Geschlechtern haben sich verringert. So sind heute 54 Prozent der Smartphone-Nutzer Männer, 2011 waren es noch fast 64 Prozent.

Gleichzeitig nimmt die Beschäftigung mit den Mobilgeräten zu: Mehr als die Hälfte der Smartphone-Besitzer nutzen sie 2013 täglich für den Zugang zum Internet. Damit finden sie ähnlich oft dafür Verwendung wie PCs, die vor zwei Jahren noch von 75 Prozent der Befragten täglich für Internet-Aktivität genutzt wurden.

Besonders häufig dienen Smartphones zum Zugriff auf Medien, Versandhandel sowie Banken und Versicherungen. Am Ende der Skala tauchen Anbieter von Getränken und Genussmitteln, Kosmetik und Körperpflege sowie Energieversorger auf.

Obwohl die für die jeweiligen Branchen vergebenen Schulnoten für den mobilen Auftritt im Durchschnitt "befriedigend" und besser ausfielen, bewerteten mehr als die Hälfte der Befragen einzelne Websites mit schlechteren Noten. Der dominierende Grund dafür war "Unübersichtlichkeit" (58 Prozent), auf den Plätzen zwei und drei folgten "nicht benutzerfreundlich" (36) und "musste zu viel scrollen" (26). Der letztgenannte Punkt wurde insbesondere beim Finanz- und Versandsektor besonders häufig genannt. Auch an der Performance muss die Finanzbranche arbeiten: Fast die Hälfte kritisierte die Ladezeit der mobilen Webseiten dort, während sich im Durchschnitt nur ein Fünftel der Befragten über das Tempo beklagte.

Umfragen zur Kundenzufriedenheit gelten unter Fachleuten als zweifelhaft, da die Befragten in der Regel weniger zufrieden seien, als die Antworten auf die direkte Frage danach nahelegt. (ck)