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Umfrage: Rechenzentren-Betreiber beklagen hohen Strompreis

Die Strompreisdebatte hat jetzt auch die Rechenzentren erreicht: 45 Prozent der Betreiber erwägen laut einer Bitkom-Umfrage, ihre Aktivitäten ins Ausland zu verlagern.

200.000 Vollzeitkräfte waren 2013 in Deutschland in Rechenzentren tätig, davon waren 120.000 für den reinen Betrieb eingesetzt, weitere 80.000 als Dienstleister direkt von Rechenzentren abhängig. Damit gehört Deutschland laut einer vom Bitkom beauftragten [1] Studie derzeit zu den wichtigsten Standorten für Rechenzentren in Europa. Die Investitionen in diese Rechenzentren beliefen sich 2013 auf rund 7,8 Milliarden Euro.

Im Vergleich zum europäischen Ausland bewerten die Betreiber in Deutschland die Faktoren Stromversorgung, Datenschutz und Rechtssicherheit mit gut oder sehr gut. Als Belastung empfand die Mehrheit (90 %) der 75 befragten RZ-Betreiber dagegen den in Deutschland überdurchschnittlich hohen Strompreis, 45 Prozent könnten sich sogar vorstellen, ins Ausland abzuwandern.

Darum fordert der Bitkom neben den üblichen Maßnahmen wie Ausbau der Datennetze und mehr Absolventen in IT-nahen Berufen jetzt auch einen Strompreis-Rabatt für Rechenzentren. Es sollen "die Abgaben auf Energiepreise auch für jene Industrien gesenkt werden, die zwar nicht zum produzierenden Gewerbe gehören, aber energieintensiv sind“, so Bitkom-Präsident Dieter Kempf. (js [2])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-2139937

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.bitkom.org/de/presse/8477_78898.aspx
[2] mailto:js@ix.de