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Uptime Institute konkurriert mit deutschen RZ-Zertifizierern

Künftig will das Uptime Institute sein Geschäft stärker in Europa vorantreiben. Die Zertifizierungen für Rechenzentren konkurrieren hierzulande jedoch mit etablierten Anbietern.

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Uptime Institute konkurriert mit deutschen RZ-Zertifizierern

Das auf Rechenzentren spezialisierte US-Beratungsunternehmen Uptime Institute will sein Geschäft in Europa vorantreiben. Es gehört zur ebenfalls im RZ-Bereich verankerten Marktforschungsfirma 451 Group. Ein erster deutscher Kunde, der sich auf die Zertifizierung durch Uptime einlässt, sei bereits gefunden, sagte Phil Collerton, Managing Director Uptime Institute EMEA. Hierzulande existiert jedoch etablierte Konkurrenz, so bieten bereits einige Unternehmen wie TÜV Süd oder TÜV IT solche Dienste an. Dennoch ist Cullerton optimistisch: "Das Besondere ist, dass unsere Zertifizierung von RZ-Spezialisten für RZ-Spezialisten entwickelt wurde." Man lege zudem alle Bewertungskriterien offen und prüfe grundsätzlich persönlich vor Ort. Dadurch sei eine globale Vergleichbarkeit bei weltweit allen von Uptime zertifizierten RZs gegeben.

Die ursprüngliche Uptime-Zertifizierung weist einem Rechenzentrum einen Tier (I bis IV) zu, der die Sicherheit und Verfügbarkeit der Einrichtung charakterisiert. Dabei werden Designpläne, Bauprozess und Betrieb zertifiziert, wobei die Betriebszertifizierung regelmäßig erneuert werden muss. Rund 800 Rechenzentren in 70 Ländern hat Uptime bisher geprüft. Außerdem nimmt das Beratungsunternehmen inzwischen auch die IT-Effizienz unter die Lupe und hat ein separates Management-&-Operations-Siegel entwickelt. Zur Betriebsprüfung gibt es mit den Standards der Serie ISO 27000 und 9000 durchaus anerkannte Alternativen. Die jedoch würden nur bewerten, ob die geplanten Maßnahmen ausgeführt und ausreichend dokumentiert werden, erklärt Cullerton. "Wir sagen anders als diese Standards den Betreibern auch, ob wir die Maßnahmen vernünftig finden und wie es besser wäre."

Ein weiterer Uptime-Service namens ORCSS (Financial, Opportunity, Risk, Compliance, Sustainability, Service Quality) ist auf die Beschaffung zugeschnitten. Verantwortliche sollen so besser entscheiden können, ob sie einen Dienst intern oder extern beschaffen wollen. Außerdem führt die Firma Schulungen in RZ-Betrieb und -Management durch. (Ariane Rüdiger) / (fo)