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VMware veröffentlicht Workstation Version 11

VMware hat Version 11 seiner Workstation veröffentlicht. Neu ist vor allem die Unterstützung aktueller Prozessoren, viele Neuerungen haben die Entwickler jedoch nicht hinzugefügt.

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(Bild: VMware)

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EMC-Tochter VMware gibt die bereits im Oktober angekündigte Ausgabe 11 ihrer Workstation frei. In 15 Jahren Firmengeschichte ist dies die erste Version, die nicht mehr für 32-Bit-Hardware vorgesehen ist. Sie läuft unter Windows 7 und 8, Server 2008 und 2012 und vielen Linux-Distributionen. Im Gegensatz zu Windows sind die Angaben zur Linux-Kompatibilität schwammig und beziehen sich nur auf alte Releases wie "ab RHEL 5.8", "ab SUSE Linux 11.2" oder "ab Ubuntu 10.04". Zum Testen lässt sich eine kostenlose Evaluierungsversion herunterladen.

Wirklich neu ist bei der Workstation 11 jedoch wenig. Die Mikroarchitekturen von Intels Haswell- und AMDs Jaguar-Prozessoren werden nun unterstützt und sollen gegenüber dem Vorgänger laut VMware bis zu 40 Prozent mehr Geschwindigkeit bei bestimmten CPU-intensiven Operationen bieten. Von Intels Broadwell und AMDs Steamroller, die laut der Ankündigung zur Technology Preview vom Mai 2014 "kompatibel" gemacht werden sollten, ist im Release kein Rede mehr.

Neben Detailverbesserungen, der Unterstützung der Windows 10 Technical Preview und einer Anbindung an VMware vCloud Air bietet die Workstation 11 kaum Neues.

(Bild: VMware)

Die im VMware-Blog herausgehobenen Eckdaten für virtuelle Maschinen (VMs) – bis zu 16 virtuelle CPUs, 64 GByte RAM, mehrere 8-TByte-Festplatten und bis zu 20 Netzwerkkarten – bot bereits der Vorgänger. Der bis zu 2 GByte große Grafikspeicher einzelner VMs lässt sich diesen nun dediziert zuweisen, wobei die Größe wie bei VirtualBox vom Benutzer frei einstellbar ist.

Ein virtueller xHCI-Controller (Extended Host Controller Interface, letztlich ein anderer Name für USB 3.0), den die Entwickler mit Workstation 8 eingeführt hatten und Intels Spezifikation Version 0.96 entsprach, ist als Version 1.0 verfügbar. Neu ist die Option, die Workstation 11 quasi als Frontend für VMwares vCloud Air zu verwenden und so in der Cloud eigene VMs zu erzeugen und zu starten.

Workstation 11 kostet 215 Euro inklusive 30 Tage Installationssupport. Wer zehn oder mehr Lizenzen benötigt, kann zwischen einem Basic-Support zu bestimmten Geschäftszeiten oder einem 24/7-Production-Support wählen. Letzterer kostet für ein Jahr 2661,68 Euro. Ein Update von Workstation Version 9.x oder 10.x kostet 129 Euro. Wie üblich ist eine abgespeckte Version der Workstation in Form des Player 7 erhältlich, die 135 (Vollversion) beziehungsweise 79 Euro (Update) kostet. (Michael Plura) / (fo)