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Verschlüsselung und Datenanalyse: VMware veröffentlicht vSAN 6.6

Die neue Version 6.6 von vSAN bringt einige neue Funktionen mit sich. Mit an Board ist eine Verschlüsselung generischer SSD- und SAS-Speicher und eine Datenanalyse, dank der Administratoren bereits vor einem Ausfall gewarnt werden sollen.

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Mit der neuen Version 6.6 bringt VMware sein vSAN auf den aktuellen Stand. Mit 22 neuen Funktionen ist es das umfassendste Release seit der ersten Version vom Jahresanfang 2014. vSAN 6.6 schließt Lücken in den Bereichen Sicherheit, Hochverfügbarkeit, Leistung und Administration.

Eine zentrale Neuerung ist das Verschlüsseln von generischen SSD- und SAS-Speichervolumen mit vSAN. Dabei müssen Nutzer nicht auf Funktionen der Hardware selbst zur Verschlüsselung zurückgreifen. VMware nennt dies Software-defined Encryption (SDE). Das funktioniert zusammen mit den Algorithmen zur Deduplikation und Kompression und lässt sich direkt aus vSphere verwalten.

RAID-1-Schutz für Stretched Cluster in vSAN 6.6.

(Bild: VMware)

Hinzu kommt, dass sich Daten und Applikationen künftig zusätzlich zum Failover zwischen zwei oder mehr Rechenzentren (inter site) lokal im selben Rechenzentrum per RAID 1 schützen (intra site) lassen. Wenn also ein Rechenzentrum ausfällt, bleiben die Information immer noch hochverfügbar.

Laut VMware verbessert das neue Release die I/O-Leistung um bis zu 50 Prozent. Hierfür sollen effizientere Algorithmen verantwortlich sein, die Deduplikation, Kompression und sequentielles Schreiben beschleunigen und ausgewählte Flash-Speicher wie Intels Optane besser unterstützen.

Außerdem sammelt VMware durch die neuen vSAN Health Services nun Daten zur Leistung und zu Einstellungen, um Kunden permanent Support zu bieten und Vorschläge zur besseren Konfiguration zu unterbreiten. So soll das System zum Beispiel fehlerhafte Speicher identifizieren, damit der Nutzer sie austauschen kann, bevor Probleme entstehen.

Weitere Neuerungen gibt es beim Aktualisieren – Updates sollen Verantwortliche schneller und einfacher installieren können – und beim Integrieren der Power-CLI-Funktionen. (Jens-Henrik Söldner, Torsten Volk) / (fo)