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Vorgegaukelte Fehlüberweisung kommt teuer

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Mit einem dreisten Trick haben Betrüger einen Mann aus der mittelhessischen Wetterau um 5000 Euro gebracht, meldet das dortige Polizeipräsidium. Er hatte sich beim Online-Banking zunächst gewundert, dass auf seinem Konto 5000 Euro eingegangen waren, und das Geld zurücküberwiesen. Doch damit war der Betrag weg, denn die angebliche Fehlüberweisung war tatsächlich nie auf seinem Konto gelandet.

"Das ist eine neue Masche", sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Gießen. Ein Schadprogramm auf dem Computer des Opfers habe dem Mann den Zahlungseingang vorgegaukelt. Das neuartige Programm sei automatisch aktiv geworden, als er die Internetseite seiner Bank besucht habe. "Das zaubert Ihnen ein Fenster auf den Schirm." Sogar die Anzeige des Guthabens könne das Programm manipulieren. Der Schwindel war dem Mann erst Tage später aufgefallen, als er einen Kontoauszug auf Papier sah.

Die Täter sind nach Angaben des Polizeisprechers kaum zu ermitteln: Sie sollen oft im Ausland sitzen und das Geld über Strohmänner erhalten. Bei verdächtigen Fenstern auf der Webseite der eigenen Bank sollten Betroffene die nächste Polizeidienststelle oder ihre Hausbank informieren und kein Geld zurücküberweisen, rieten die Beamten.

Ende Juli hatte das Bundeskriminalamt vor dieser Trojaner-Art gewarnt. (dpa) / (un)