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W3C erklärt Indexed Database API zum Standard

Kugel mit Select

Auf der Basis einer neuen W3C Recommendation können Webprogrammierer jetzt über eine standardisierte API auf Datenbanken zugreifen.

Für Webapplikationen, die Zugriff auf lokal gespeicherte Daten benötigen, hat das World Wide Web Consortium (W3C [1]) eine Programmierschnittstelle entwickelt, die den standardisierten Zugriff ermöglicht. Der Standard definiert eine API für traditionelle Datenbanken, über die der Programmierer auf einfache Daten oder hierarchische Objekte zugreifen kann. Um den gesuchten Datensatz zu finden, kann er entweder einen Schlüssel oder einen über den Attributen liegenden Index nutzen. So kann er ein Buch beispielsweise nach Bedarf wahlweise über den Autor oder den Titel suchen.

Die Speicherung einer solchen Indexstruktur erfolgt häufig in Form eines persistenten B-Baums (B-Tree). Wie üblich muss der Zugriff auf die Daten nicht direkt über die API erfolgen, sondern kann über eine Abfragesprache wie SQL geschehen. Die API unterstützt Transaktionen und Cursor und erlaubt sowohl synchrone als auch asynchrone Zugriffe.

Bereits vor fünf Jahren hatte das W3C die Indexed Database API vorgeschlagen, da die damals bereits verabschiedete Web Storage API keinen Zugriff auf die Objekte über ihre Attribute und keine doppelten Schlüssel erlaubt. Aus dem damaligen Working Draft (Entwurf) der Web Applications Working Group ist jetzt eine Recommendation geworden, ein Standard in der W3C-Terminologie.

Weiterführende Informationen

(ka [4])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-2515510

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.heise.de/thema/W3C
[2] http://www.w3.org/TR/2015/REC-IndexedDB-20150108/
[3] http://www.w3.org/TR/webstorage/
[4] mailto:ka@ix.de