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Wahrnehmung des Patriot-Act beunruhigt US-Cloud-Firmen

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Zwar könnten US-Anbieter mit Cloud-Produkten weltweit gutes Geld verdienen, doch die zunehmende Beunruhigung in anderen Ländern über die Datensicherheit trübt diese Aussichten ein. Das berichtet das Online-Magazin Politico.

Es zitiert den Botschafter Philip Verveer, der im US-Außenministerium für Internationale Kommunikation zuständig ist: "Der Patriot Act ist so etwas wie eine Etikett für diese Art von Sorgen geworden. Wir denken, dass es sich dabei zu einem gewissen Grad um ein Missverständnis handelt, das wir gerne beseitigen würden."

Sowohl Microsoft als auch Google hatten in diesem Jahr darauf hingewiesen, dass US-Behörden nach dem Antiterrorgesetz "Patriot Act" auf die in ihren Cloud-Installationen gespeicherten Daten Dritter zugreifen könnten. Betroffene Kunden würden davon nichts erfahren. In einer gemeinsamen Stellungnahme verlangten die EU-Kommissarin Viviane Reding und die deutsche Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner Anfang November, dass sich in der EU tätige Unternehmen in jedem Fall an die dort geltenden Datenschutzregeln halten.

Politico zufolge müssen sich US-Technologiefirmen zunehmend mit Fragen ausländischer Kunden zu der Behandlung von Daten außerhalb ihrer Heimatländer beschäftigen. Das betreffe auch die asiatisch-pazifische Region, zu der die US-Regierung seit kurzem bessere wirtschaftliche und politische Beziehungen etablieren will. (ck)