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Windows Defender und SentinelOne schützen Mac- und Linux-Computer in Firmennetzen

Microsoft öffnet die Windows-Defender-Schnittstelle für Mac und Linux. Wer die Schutzsoftware von SentinelOne in seinem Unternehmen einsetzt, kann per Defender auch Nicht-Windows-Geräte überwachen.

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Windows Defender schützt auch Mac- und Linux-Geräte in Firmennetzen

(Bild: Data Security Breach, Blogtrepreneur, CC BY 2.0)

Microsoft integriert die macOS- und Linux-Versionen der Endpoint-Protection-Plattform von SentinelOne in die Windows Defender Advanced Threat Protection (ATP). SentinelOne-Kunden können damit macOS- und Linux-Systeme in ihrem Unternehmensnetz in der zentralen Defender-Verwaltung auf Schadsoftware überwachen. Das gab das US-amerikanische Security-Unternehmen SentinelOne in einem Blog-Beitrag bekannt.

Mit der Integration sollen laut SentinelOne die Linux- und macOS-Systeme automatisch in der Defender-ATP-Konsole erscheinen. Laut einem Datenblatt (PDF) des Anbieters arbeitet die Endpoint-Protection-Software unter OS X ab Version 10.9 bis hin zu macOS 10.13 sowie unter Linux mit RHEL/CentOS 6.5 bis 7.2, Ubuntu 12.04 bis 16.10 und openSUSE 42.2. Die Integration befindet sich derzeit in einer Betatest-Phase. Interessenten können sich für eine Teilnahme registrieren.

Mit Windows Defender ATP hat Microsoft in Windows 10 eine Schnittstelle geschaffen, über die (nach Freigabe durch Microsoft) Produkte anderer Anbieter Daten an eine zentrale Verwaltungsplattform schicken können. Das Unternehmen war mit eigener Schutzsoftware in Konkurrenz zu den klassischen Anbietern von Antivirus-Software getreten. SentinelOne ist nach eigenen Angaben der erste Hersteller, dessen EPP-Software für macOS und Linux in Defender ATP integriert wurde.

Microsoft reagiert mit dieser Öffnung auf den Umstand, dass Firmenkunden in den meisten Fällen gemischte Netze betreiben, also auf Server- und vermehrt auch auf Client-Seite unterschiedliche Betriebssysteme einsetzen und einen möglichst einheitlichen und zentralen Schutz gegen Schadsoftware und Angriffe wünschen. Auch der Umstieg auf Windows 10 verläuft in Unternehmensumgebungen nicht so rasch, wie Microsoft es sich erhofft hat. Der Konzern hat erst kürzlich bekanntgegeben, die älteren Windows-Versionen 7 und 8.1 mit der Defender ATP Endpoint Detection & Response nachrüsten zu wollen. (tiw)