Videkonferenzen mit Zoom: Zahlende Kunden können Routing und Rechenzentren auswählen

Zoom-Kunden erhalten mehr Optionen, das Routing der Kommunikationsdaten zu kontrollieren und so eine Weiterleitung durch China zu verhindern.

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(Bild: New Africa/Shutterstock.com)

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Zahlende Kunden können bei der Videokonferenz-Plattform Zoom demnächst auswählen, durch welche Regionen ihr Traffic geroutet werden darf. Auch die Daten der Nutzer des kostenlosen Zoom-Angebots sollen dann nicht mehr durch China geroutet werden, außer einer der Gesprächspartner wählt sich aus dieser Region ein.

In seinem Blogpost erklärt Brendan Ittelson, CTO von Zoom, dass Inhaber von bezahlten Accounts ab dem 18. April einzelne Datacenter-Regionen von Zoom an- oder abwählen können, wobei es allerdings unmöglich bleibt, die eigene Default-Region zu ändern. Als Default-Region definiert Zoom diejenige, in der der Account ausgestellt ist.

Wer einzelne Regionen deaktiviert, verzichte auf regionale Angebote in Zooms Public-Cloud-Architektur und den Zugriff auf Zoom Conference Room Connectors in deaktivierten Regionen – darüber angebundene Clients können sich nicht mehr in Meetings einwählen. Ebenso deaktiviert werden die angebotenen regionale Einwahlnummern. Als Regionen zur Auswahl stehen derzeit die USA, Kanada, Europa, Indien, Australien, China, Lateinamerika, und die Region Japan / Hong Kong.

Der Anbieter von kostenlosen Webkonferenzen Zoom steht seit Wochen in der Kritik rund um Probleme bei Security, Datenschutz sowie dem Routing der Daten und befindet sich derzeit in einem selbst auferlegten Feature Freeze. Erst vor wenigen Tagen hatte das Parlament von Taiwan angesichts des Routings durch China allen Regierungsbehörden zu den Diensten von Microsoft und Google geraten. (mfe)