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ownCloud: Neue Synchronisationsfunktion für den Desktop

Mit einem neuen virtuellen Dateisystem für den Desktop-Client wollen die ownCloud-Entwickler ihre Software besser in das lokale Betriebssystem integrieren.

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ownCloud Virtual File System

Noch testen die Entwickler viele Funktionen, aber künftig soll der Nutzer auf dem Desktop Dateien auch direkt teilen können.

(Bild: ownCloud)

Eine neue Funktion soll die in einer ownCloud gespeicherten Dateien nahtlos im Dateimanager anzeigen, auch wenn sie nicht lokal gespeichert sind. Das Projekt hat hierfür seinen Desktop-Client um ein virtuelles Dateisystem (Virtual File System – VFS) ergänzt, das als Abstraktionsschicht oberhalb des eigentlichen Dateisystems die notwendigen Funktionen bereitstellt.

Statt wie bisher auswählen zu müssen, welche Dateien und Ordner der Rechner lokal vorhält, zeigt der Client nun alle auf dem Server gesicherten Daten an – egal, ob sie auch auf dem Desktop selbst liegen. Benötigt der Nutzer sie, kann er sie mit einem Klick herunterladen und öffnen. Das funktioniert genauso mit mehreren Dateien.

So wollen die Entwickler den ownCloud-Client stärker in die Arbeitsweise des Desktops und des regulären Dateimanagers von Windows, macOS oder Linux integrieren. So kann der Anwender zum Beispiel wie gewohnt nach Dateien suchen, egal wo sie gespeichert sind. Auf die Web-Applikation soll er nicht mehr ausweichen müssen.

Noch befindet sich das Feature in einer Testphase, soll aber mit der nächsten Client-Version 2.5.0 erscheinen. Er steht als freie Software unter der GPLv2, während der Server in der Standard-Version unter der AGPLv3 und der für Unternehmen als kommerzielle Software erscheinen.

Die Entwickler wollen die Funktionen künftig noch erweitern: Mit einem Klick soll der Nutzer Dateien aus dem lokalen Speicher löschen können und auch sonstige reguläre Dateioperationen durchführen können. Außerdem soll eine KI dafür sorgen, dass die Software bereits vorab weiß, welche Daten der Anwender als nächstes benötigt und sie vorab synchronisieren.

Bekannte Alternativen wie Google Drive oder Seafile bieten eine solche Funktion in ihren Desktop-Clients bereits länger. Bei ownCloud handelt es sich jedoch um die erste derartige Open-Source-Implementierung. (fo)