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vmworld 2013: VMware kündigt vCloud Suite 5.5 an

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Am gestrigen Montag, dem ersten Tag der vmworld 2013 in San Francisco, hat VMware entgegen den Erwartungen der Teilnehmer die Version 5.5 seiner vCloud-Suite zwar angekündigt, aber noch nicht zum Download freigegeben. Die Software fußt auf der Virtualisierungsplattform vSphere, die in der Version 5.5 noch in diesem Quartal herauskommen soll. Dieses Mal gibt es keine Änderungen bei den Lizenzen, nachdem vor einem Jahr die unbeliebte vRAM-Lizenzierung weggefallen ist. Auch bei den Preisen blieb es beim Alten. Der freie Hypervisor ESXi 5.5 soll nicht mehr auf 32 GByte physischen Hauptspeicher beschränkt sein, sondern das von vSphere maximal unterstützte Volumen nutzen können.

Im vSphere-Client erfolgt der Zugriff auf große Datenmengen.

(Bild: VMware)


Ab Version 5.5 kann vSphere Plattenimages in VMwares Virtual Machine Disk Format (VMDK) mit einer Größe von bis zu 64 TByte verwenden. Die Skalierbarkeitsgrenzen im Bereich Hauptspeicher und CPU hat der Anbieter verdoppelt: ESXi verkraftet 4 TByte und bis zu 320 logische CPUs pro Server. Zu den hinzugekommenen Funktionen zählen die native Unterstützung von Hadoop über ein Big-Data-Plugin für den vSphere Web Client, eine Erweiterung im Hochverfügbarkeitsbereich auf die Überwachung von Enterprise-Applikationen wie Tomcat oder Microsoft SQL Server (App HA) und das Verwenden von SSDs als Read Cache für VMs (Flash Read Cache). Die Big-Data-Extension sind Teil der Enterprise Lizenz, für App HA und den Flash Read Cache bedarf es der Lizenz Enterprise Plus.

Immer noch nicht verfügbar ist Fault Tolerance für VMs mit mehr als einer vCPU, obwohl Anwender es seit Jahren erwarten. Man spekuliert, dass es Teil von vSphere 6.0 werden könnte. Das vCloud Automation Center (vCAC) soll es in unterschiedlichen Versionen, je nach Lizenzstufe, geben. (Jens-Henrik Söldner) / (rh)