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2012er MacBook Pro: Apple will beliebtes Profi-Modell länger unterstützen

Nutzer des bereits als obsolet geführten MacBook Pro erhalten eine Schonfrist, in der Apple weiter Reparaturen durchführt und Originalersatzteile anbietet.

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2012er MacBook Pro: Apple will beliebtes Profi-Modell länger unterstützen

Das erste MacBook Pro rein mit SSD, Retina-Bildschirm und ohne optisches Laufwerk führte Apple vor gut sechs Jahren ein.

(Bild: Apple)

Das erste MacBook Pro mit Retina-Bildschirm gilt bei Apple eigentlich seit Anfang Juli als obsolet. In einem ungewöhnlichen Schritt hat das Unternehmen nun aber eine Verlängerung der Hardware-Unterstützung für die populäre Modellreihe in Aussicht gestellt, in der Kunden noch eine Reparatur beim Hersteller (oder durch autorisierte Händler) durchführen lassen können sowie Originalersatzteile erhalten – beides fällt weg, sobald ein Apple-Gerät auf der Liste der abgekündigten Modelle geführt wird.

Man habe das 2012er MacBook Pro mit 15”-Retina-Display "irrtümlich als obsolet klassifiziert", heißt es in einem in einem internen Schreiben, das den Ladengeschäften des Konzerns und autorisierten Händlern zuging, wie Macrumors berichtet. Die Hardware-Unterstützung bleibe für den Rest des Jahres bestehen, betont Apple, erst zum Jahresanfang 2019 gilt dieses Modell dann als obsolet. Man wolle sich für mögliche Unannehmlichkeiten entschuldigen, merkt der Hersteller an. Bislang wird das MacBook Pro MacBook Pro (Retina, Mitte 2012) noch auf Apples öffentlicher Liste der abgekündigten Produkte geführt.

Auf einen integrierten Ethernet-Anschluss müssen MacBook-Pro-Nutzer seit 2012 verzichten.

(Bild: Apple)

Besitzer der von Apple als obsolet eingestuften Macs sind für Reparaturen auf sich selbst oder Dritt-Anbieter angewiesen, benötigte Komponenten müssen aus anderen Quellen bezogen werden.

Apples Hardware-Support deckt in den meisten Ländern einen Zeitraum von fünf Jahren nach Produktionsende ab, anschließend landen die Modellreihen unter den Vintage- respektive abgekündigten Produkten.

Das zur Entwicklerkonferenz WWDC in der Jahresmitte 2012 eingeführte MacBook Pro legte mit dem 15-Zoll-Retina-Display, einer integrierten SSD und dem Verzicht auf ein optisches Laufwerk (sowie Ethernet und FireWire) den Grundstein für die mobilen Profi-Macs der nächsten Jahre – und stieß besonders wegen des hochauflösenden Bildschirms auf große Nachfrage. Auch die Software-Unterstützung endet für dieses Modell noch nicht: Es ist das älteste MacBook Pro, auf dem sich das für Herbst angesetzte macOS 10.14 Mojave installieren lässt. (lbe)