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2019: Was wir von Apple erwarten – und was nicht

2018 war ein ergiebiges Apple-Jahr – auch wenn einige Träume platzten. 2019 stehen Mac Pro, "Projekt Marzipan" und mehr an.

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Macbook Bunt

MacBook Air 2018 – hier in Gold. Darauf warteten User lange.

(Bild: Apple)

Man kann nicht behaupten, dass Apple im vergangenen Jahr wenige neue Produkte auf den Markt gebracht hätte – auch wenn sich diese im Sommer und Herbst ballten. Darunter waren Geräte, auf die die Nutzerschaft lange, lange warten musste, doch alle derartigen Wünsche und Erwartungen wurden nicht erfüllt, was Hoffnung auf 2019 weckt. Mac & i wagt einen Rück- und Ausblick.

Begonnen hatte Apples Hardwarejahr mit dem (schon im Vorjahr angekündigten) smarten Lautsprecher HomePod, der im Februar 2018 in einigen wenigen Märkten – Deutschland war noch nicht dabei – verfügbar gemacht wurde. Das Gerät, das ab Juni auch hierzulande erhältlich war, bekam Lob für den guten Klang und Kritik für die typischen Erkennungs- und Diensteprobleme, die Apples Sprachassistentin Siri nach wie vor hat. Auch galt der Preis von 350 Euro als überhöht. Im März kam dann Apples kostengünstiges neues Einsteiger-iPad mit 9,7 Zoll auf den Markt, das erstmals den Apple Pencil unterstützte.

Wem der HomePod nicht mundete, der konnte dank AirPlay 2, das mit iOS 11.4 im Mai erschien, Multiroom-Audio und andere Tricks auch mit Speakern anderer Hersteller nutzen – falls diese denn über ein passendes Firmware-Update verfügten. Apple selbst ging hier mit gutem Beispiel voran und lieferte im August ein entsprechendes Update für AirPort Express – ein Gerät, das gar nicht mehr verkauft wird.

Im Juni, zur Entwicklerkonferenz WWDC, erfreute Apple die Profinutzer mit neuen Modellen des MacBook Pro mit 13- und 15-Zoll-Display. Dabei wurden einige Wünsche erfüllt: So konnte man die kleinere Variante nun mit bis zu 2 TByte großer SSD ordern und das 15-Zoll-Modell endlich auch mit 32 GByte RAM. Weiterhin gab's Coffee-Lake-Chips mit bis zu sechs Kernen. Throttling-Probleme bekam Apple allerdings erst per nachträglichem Update in den Griff.

Weiterhin brachte der Sommer auch die Vorstellung der erwartbaren Systemupdates iOS 12, macOS 10.14 alias Mojave, watchOS 5 und tvOS 12. iOS 12 erfreute hierbei insbesondere mit einem insgesamt flotteren System auch auf älteren iPhones und iPads, Mojave brachte einen neuen Dunkelmodus sowie diverse interne Stabilitätsumbauten plus UI-Kosmetik und eGPU-Support.

Final verfügbar waren die neuen Betriebssysteme dann allerdings erst im Herbst. Der September stand ansonsten wie immer im Zeichen des iPhone. Apple brachte 2018 gleich drei Modelle auf den Markt. Während XS und XS Max direkte Nachfolger des X waren – und sich bis auf die Displaygrößen nicht unterschieden –, sollte das XR Apples neues Massenmodell werden. Das in bunten Rückenfarben ausgelieferte LCD-Geräte mit Face-ID-Gesichtserkennung und nahezu randlosem Bildschirm besitzt den gleichen flotten A12-Bionic-Chip wie XS und XS Max. Testerlob bekam Apple für die Apple Watch Series 4 mit größerem Display bei nahezu gleichem Formfaktor – die Uhr hat sich zum Bestseller entwickelt.

Doch das war es noch nicht in Apples Hardwarejahr 2018. Im Oktober wurde erneut aufgetischt. Bei einem Event in Brooklyn präsentierte Apple komplett umgebaute iPad-Pro-Modelle mit neuem, flacheren Gehäuse, keinem Homeknopf mehr und Face-ID-Gesichtserkennung. Und auch die Mac-Nutzer wurden endlich wieder bedacht: Nach langem, langem Warten kamen neue Mac minis und ein neues MacBook Air. Kritik gab es – auch beim iPad Pro – für die vergleichsweise hohen Preise. Dafür verbesserte Apple das Innenleben des Mac mini deutlich (an den Rand des Profiniveaus) und das MacBook Air kann dank Retina-Display und Fingerabdrucksensor fast schon in MacBook-Pro-Liga mitspielen, wenn es auch hardwaretechnisch deutlich schwachbrüstiger ist.

Im Jahr 2018 nicht gezeigt hat Apple einen neuen Mac Pro. Mit diesem ist offiziell nicht vor 2019 zu rechnen, Apple hängte die Erwartungen entsprechend tief. Die Maschine soll sowohl modular sein als auch mit von Apple gestaltetem Bildschirm kommen (letzterer natürlich zum Extrapreis) – ob es schon im Frühjahr etwas wird oder wir bis Sommer oder gar Herbst warten müssen, lässt sich noch nicht sagen.

Gut anstehen würde Apple außerdem eine Überholung des iMac mit flotteren Chips und womöglich einem neuen Design. Auch der iMac Pro ist nun über ein Jahr alt. Weiterhin wünschen sich Freunde kleinerer Laptops ein überarbeitetes MacBook, das sich zwischen neuem MacBook Air und MacBook Pro in einer derzeit sehr merkwürdigen Nische befindet – preislich wie leistungsmäßig. Hier muss Apple dringend nachlegen. Ebenso erwartet werden seit langem neue AirPods-Modelle – die hatten sich in den letzten Jahren zum Megahit für Apple entwickelt. Gar nichts gehört hat man zudem in letzter Zeit von der drahtlosen Ladematte AirPower, die 2018 ebenfalls nicht mehr erlebte.

In Sachen Software sind spannende Entwicklungen möglich. So dürfte 2019 das Jahr sein, in dem Apple offiziell iOS-Developern erlaubt, ihre Apps auf den Mac zu portieren. Das "Project Marzipan" weiß mit den von Apple selbst in macOS Mojave offerierten Anwendungen wie Home oder News zwar noch nicht recht zu überzeugen, doch das kann ja noch kommen, wenn der Hersteller an den APIs schraubt.

Wenn Apple bei seinem üblichen Schema bleibt, sind weiterhin die Vorstellung neuer Betriebssystemversionen im Sommer und die neuer iPhones im Herbst zu erwarten. Ob letztere im ganz neuen Look kommen oder nur mit einem verbesserten Innenleben, ist noch völlig unklar. Einen Schub könnte Apple jedoch gut gebrauchen. Beim "iPhone SE 2" stirbt die Hoffnung weiterhin zuletzt. Auch auf der Liste der zu aktualisierenden Geräte steht das Apple TV 4K, das über ein Jahr alt ist, mit neuen Watch-Modellen ist ebenfalls zu rechnen.

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(bsc)