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6,2 Millionen US-Dollar für "Highend-iPod" Pono

Das Projekt des Musikers Neil Young hat seine Kickstarter-Kampagne höchst erfolgreich abgeschlossen. Dazu passt, das Apple angeblich HD-Musik über iTunes vertreiben will.

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Die Idee des kanadischen Musikers Neil Young, ein Abspielgerät für Musik in besonders hoher Qualität zu bauen, hat deutlich mehr Interessenten als erwartet gefunden. Auf der Finanzierungsplattform Kickstarter kamen für den Pono bis späten Dienstag gut 6,2 Millionen Dollar von über 18 000 Geldgebern zusammen. Den angestrebten Betrag von 800.000 Dollar hatte das Projekt schon am ersten Tag eingesammelt.

Damit zeigt sich, dass es zumindest einen Nischenmarkt für Musik in hoher Qualität und entsprechende Abspielgeräte gibt. Die meiste Aufmerksamkeit bekommen derzeit die schnell wachsenden Streaming-Dienste, die Musik aus dem Netz für einen monatlichen Abo-Betrag direkt aus dem Netz abspielen und dafür beim Sound eine starke Kompression anwenden.

Der Pono-Player erinnert an zu groß geratene iPod-nano-Modelle älteren Datums.

(Bild: Hersteller)

Youngs Pono-Abspieler ist ein Gegenentwurf. Im Netz gibt es bereits einige Download-Plattformen für Musik in hoher Auflösung, auch für den Pono soll es eine eigene geben. In US-Medien wurde spekuliert, dass auch Apple auf einer iTunes-Plattform ein solches Angebot starten könnte, um sich von den Streaming-Diensten abzuheben.

Der Pono-Abspieler der ersten Serie, dessen Bau Young seit Jahren verfolgt, soll im Oktober für rund 400 US-Dollar auf den Markt kommen. Die Entwickler setzen nicht auf Varianten des Kompressionsformats MPEG, also MP3 oder AAC, sondern auf das verlustfreie Format FLAC mit 24 Bit/96 kHz oder gar 24 Bit/192 kHz. Das bedeutet grundsätzlich größere Dateien. In das Pono-Gerät mit einer Speicherkapazität von bis zu 128 Gigabyte passen je nach Auflösung von 5000 Songs (CD-Qualität) bis zu 800 Songs ("ultra-hohe" Auflösung). (mit Material von dpa) / (bsc)