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70.000 US-Geldautomaten werden iPhone-fähig

Mit einer Touch-ID-gestützten App können Kunden bestimmter amerikanischer Banken künftig Geld ohne Karte abheben.

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FIS nutzt eine Kombination aus QR-Code und Fingerabdrucküberprüfung.

(Bild: Hersteller)

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Der US-Banking-Dienstleister FIS Global will 70.000 amerikanische Geldautomaten mit einer Funktion ausstatten, die das Abheben von Geld per iPhone erlaubt. Zusammen mit dem Automatenbetreiber Payment Alliance werden Geräte in beziehungsweise an Ladengeschäften, in Außenbereichen sowie an Tankstellen mit der "FIS Cardless Cash"-Technik ausgestattet. Diese setzt eine iOS-App ein, um Gelder am Automaten bereitzustellen.

Nutzer wählen dazu in der App aus, welchen Betrag sie wünschen. Anschließend wird ein QR-Code generiert. Dieser wird dann am Automaten in ein Lesegerät gehalten. Autorisiert wird der Abhebvorgang über Apples Fingerabdrucksensor Touch ID. Der Automat spuckt den gewünschten Betrag anschließend ganz ohne Eingabe der Karte aus.

Ziel des Projektes ist es unter anderem, das Risiko eines Skimmings der Kartendaten zu minimieren. Kunden erhalten in die App auch eine Quittung des Abhebevorgangs. Insgesamt soll die Ausgabe des Geldes nicht länger als 10 Sekunden dauern.

Die Funktion soll in der FIS-Mobile-Banking-App stecken, die FIS an Banken als Whitelabel-Lösung verkauft. Entsprechend unklar ist, wie groß der mögliche Kundenkreis tatsächlich ist. Cardless Cash soll für Banken, Geldautomatenbetreiber und die Bezahlnetzwerke interoperabel sein. Die Technik ist offiziell seit dem Januar 2015 verfügbar und wird derzeit von 34 Banken "in mehreren Städten" verwendet, so FIS Global.

FIS Cardless Cash ist nicht der einzige Dienst, der Apples Touch-ID-Sensor zu Authentifizierung am Geldautomaten nutzt. In den USA haben Banken damit bekommen den Apple-Bezahldienst Apple Pay selbst zum Abheben von Bargeld zu nutzen. Dabei wird der im iPhone verbaute NFC-Funkchip verwendet, um die Kartendaten zu übertragen. Einen Barcode muss man nicht in ein Lesegerät halten. (bsc)