"A14"-Chip von Apple könnte 3-GHz-Schallmauer durchbrechen

Bislang taktet der iPhone-Hersteller seine ARM-SoCs auf gut 2,65 GHz hoch. Mit der nächsten Generation könnte sich das ändern.

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"A14"-Chip von Apple könnte 3-GHz-Schallmauer durchbrechen

Das steckt im aktuellen A13.

(Bild: Screenshot Apple-Video)

Von
  • Ben Schwan

Apple plant bei seinem kommenden "A14"-Chip im "iPhone 12" offenbar eine signifikante Geschwindigkeitssteigerung. Die Taktrate soll erstmals 3 GHz überschreiten, heißt es in einem neuen Analystenbericht, der sich auf im Netz kursierende Geekbench-Ergebnisse stützt. Bislang ist der A13 Bionic, der im iPhone 11, 11 Pro und 11 Pro Max verbaut ist, mit 2,65 GHz getaktet, erreicht in der Spitze 2,7 Ghz.

Den Angaben zufolge könnte der "A14" im "iPhone 12" bis zu 3,1 GHz erreichen, also 400 MHz mehr als der A13 Bionic. Den – auf ihren Wahrheitsgehalt nur schwer überprüfbaren – Geekbench-Ergebnissen zufolge erreicht der neue Chip im Einzelkernmodus eine Punktzahl von 1658, das wären rund 25 Prozent als der A13. Im Multi-Core-Benchmark werden sogar 33 Prozent mehr Punkte erreicht (4612) als beim Vorgänger. All das könnte die Systemleistung nochmals deutlich performanter machen und auch sehr komplexe Apps zulassen, etwa in den Bereichen Rendering und Video.

Der "A14" wird vermutlich wie üblich von Apples taiwanischem Chipfertiger TSMC hergestellt. Er soll auf einem 5-nm-Prozess basieren, der A13 kommt noch mit 7 nm. Es wird erwartet, dass die ersten SoCs noch im April vom Band laufen – in Taiwan hat sich die Corona-Situation mittlerweile entspannt beziehungsweise war durch harte Maßnahmen der Regierung nie so extrem wie etwa in China.

Aktuell ist noch unklar, wann das "iPhone 12" auf den Markt kommen wird. Apple-üblich wäre eine Vorstellung und Bereitstellung im Herbst – September ist der klassische iPhone-Monat. Allerdings sind die Lieferketten des Konzerns noch immer teilweise unterbrochen beziehungsweise liefern nicht genügend Komponenten für die Endmontage. Hinzu kommt, dass Apple aufgrund der Corona-Krise kaum Mitarbeiter nach China schicken kann, um den Anlauf der Produktion bei den Fertigern zu überwachen – eines der Erfolgsgeheimnisse für die hohe Qualität, die der Konzern aus China liefert. (bsc)