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Abgeworben: Uber holt sich von Apple Spezialistin für Schutz der Privatsphäre

Die Anwältin Sabrina Ross war bis April in Cupertino für Datenschutz zuständig. Der Fahrdienst baut gerade sein Privacy-Team aus, nachdem es mehrfach zu Skandalen kam.

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(Bild: dpa, Jens Büttner/Archiv)

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Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber will in Sachen Datenschutz aufrüsten und hat vom iPhone-Hersteller Apple dafür eine Spezialistin auf diesem Gebiet abgeworben. Erst im vergangenen August hatte die Firma, die über mehrere Milliarden US-Dollar Kapital von Investoren verfügt, die Datenschutz-Expertin und Ex-Facebook-Mitarbeiterin Katherine Tassi eingestellt.

Nun sei Sabrina Ross, Anwältin und zuletzt Spezialistin für den Schutz von Persönlichkeitsrechten bei Apple, inzwischen die vierte in einem neu gegründeten Team, bestätigte Tassi gegenüber dem Technologie-Blog Recode.

Nach Negativschlagzeilen über den mangelhaften Schutz von Kundendaten hatte Uber eine Kehrtwende eingeleitet. Es gab beispielsweise vor rund einem halben Jahr Berichte darüber, dass Uber-Fahrer die Daten ihrer Gäste ohne deren Wissen gesammelt und ausgewertet hatten.

So sollen Mitarbeiter in New York etwa Pläne darüber erstellt haben, wo welche Fahrgäste abends abgestiegen waren. Das brachte dem Unternehmen in den USA auch juristischen Ärger ein. Im Januar heuerte Uber ein erstes Team von Datenschutzspezialisten an, um die Bestimmungen des Unternehmens für den Schutz der Privatsphäre offiziell überprüfen zu lassen.

Ex-Apple-Mitarbeiterin Rossi war etwas mehr als ein Jahr in Cupertino tätig, wie ein Blick auf LinkedIn zeigt. Dort lautete ihre Position "counsel specializing in privacy law". Wer ihre Position bei Apple übernimmt, ist unklar. (mit Material von dpa) / (bsc)