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Abos, iMessage-Apps, Sticker und Siri: Neue Regeln für iOS-Apps

Apple hat die Richtlinien für iPhone- und iPad-Apps in Hinblick auf iOS 10 überarbeitet. Apps, die Nutzungsdaten erfassen, müssen dafür erst Erlaubnis einholen.

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Für die in iOS 10 neuen iMessage-Sticker hat Apple eigene Vorgaben formuliert.

(Bild: Apple)

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Neue Funktionen bringen neuen Regeln: Apple hat die Richtlinien für iOS-Apps um mehrere Klauseln ergänzt, die sich unter anderem mit der Siri-Integration in Apps, Stickerpaketen für iMessage sowie den neuen Abonnements befassen. Letztere stehen nun grundsätzlich allen App-Arten offen, betont Apple nochmals in den Guidelines und führt dort konkrete Beispiele auf: So dürfen etwa solche Apps das Abomodell mit automatischer Verlängerung einsetzen, die "neue Game-Level, episodische Inhalte und Multiplayer-Unterstützung" beinhalten.

Auch "Apps die beständige und substanzielle Updates anbieten" können Apples In-App-Bezahlschnittstelle nutzen, um nun zum ersten Mal auf Abonnements als Geschäftsmodell zu setzen. Dies gilt ebenso für Apps mit Cloud-Unterstützung und "Software as a Service"-Produkte (SAAS), merkt der iPhone-Hersteller an.

Der Nutzer müsse vor dem Abschluss eines Abonnements klar erkennen können, welche Leistungen er bekomme, hält das Regelwerk fest. Bei der Umstellung einer existierenden App auf das Abomodell dürfe keine "Hauptfunktionalität" wegfallen, für die bestehende Nutzer bereits bezahlt haben.

Für die neuen iMessage-Sticker hat Apple ebenfalls frische Vorgaben formuliert: Die Sticker sollen "die Gefühle von Nutzern nicht verletzen, kein negatives Erlebnis erzeugen und nicht gegen Gesetze verstoßen". Dabei müssen Entwickler auch "regionale Empfindlichkeiten" berücksichtigen und sollten ihre Sticker-Packs nicht in Ländern anbieten, wo diese möglicherweise als anstößig empfunden werden.

Die Sticker dürfen außerdem nicht nur für den eigenen Freundeskreis relevant sein, hält Apple fest und natürlich muss der Anbieter sämtliche Rechte für die gezeigten Bildchen haben. Im Fall von Rechteverletzungen können sich Entwickler an Apple wenden.

Apps, die sich künftig über Siri steuern lassen (SiriKit), dürfen keine Werbung oder Marketingbotschaften in die Bedienoberfläche integrieren, die zwischen der Anfrage des Nutzers und der "Erfüllung" der gewünschten Aktion stehen, hält Apple fest.

Neu ist außerdem, dass Apps Nutzungsdaten nur erfassen dürfen, wenn sie dafür die Einwilligung des Nutzers eingeholt haben und eine Datenschutzerklärung anbieten. Viele Apps integrieren gängige Analyse-Tools, um derartige Nutzungsdaten zu sammeln, verstecken ein Opt-out mitunter aber nur als Schalter in den Einstellungen – wenn überhaupt. Dies könnte Apple künftig ahnden. Apps, die Apples noch relativ neue Safari-Browseransicht integrieren (SafariViewContoller), ist untersagt, Nutzer ohne deren Wissen oder Zustimmung zu tracken, hält Apple fest.

In einer neuen Passage hält der iPhone-Hersteller außerdem fest, dass Apps funktional bleiben müssen. Apps, die nicht mehr funktionieren oder ein "vermindertes Erlebnis" bieten, können zu jeder Zeit aus dem App Store geworfen werden, warnt Apple. (lbe)