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Abzocke durch App-Abos: Apple baut Schutzfunktionen aus

iOS 13 macht Nutzer darauf aufmerksam, dass Abonnements weiterhin Geld kosten – auch wenn man die zugehörige App vom iPhone löscht.

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Immer mehr iPhone-Apps setzen auf Abonnements als Geschäftsmodell.

(Bild: dpa, Andrea Warnecke)

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Apple will weiter gegen Ärgernisse und Missbrauch bei App-Abonnements mit Verlängerungsautomatik vorgehen: Die nächste große iOS-Version 13 macht beim Löschen von Apps erstmals darauf aufmerksam, wenn für dieses ein aktives Abonnement besteht.

Wird die App vom iPhone oder iPad entfernt, erscheint eine Warnmeldung mit der Frage, ob man sein Abonnement denn "behalten" wolle – mit dem Hinweis, dass es sich noch auf anderen Geräten verwenden lässt.

Der Hinweis erscheint, nachdem eine App mit aktivem Abo von iPhone oder iPad gelöscht wurde.

Auch das Datum, an dem die nächste automatische Verlängerung des Abos erfolgt, wird mit aufgeführt, wie Entwickler mit Zugriff auf die Beta 2 von iOS 13 berichten.

Der Warndialog soll verhindern, dass Nutzer ein laufendes Abonnement durch Löschen der App irrtümlich für gekündigt halten – und sich später über erneute Abbuchungen ärgern. Aus dem Hinweis kann man zudem direkt in Apples Abonnementverwaltung springen, um das Abo dort zum nächstmöglichen Termin zu kündigen.

Diese neue Abo-Erinnerung ergänzt eine Reihe von Schutzfunktionen rund um App-Abonnements, die Apple in den vergangenen Monaten eingeführt hat, um zunehmenden Missbrauch einzudämmen. Die Option, eine kostenlos Testphase anzubieten, die sich dann automatisch in ein bezahltes Abonnement verwandelt, wird allerdings gerne zur Abzocke genutzt: Mit verschiedenen Tricks sollen Nutzer etwa zum Abschluss eines vermeintlich billigen wöchentlichen Abonnements gelockt werden.

Weiß der Nutzer nicht, wie er kündigen kann, werden aufs Jahr hochgerechnet dann schnell dreistellige Eurobeträge abgebucht – auch für relativ simple Apps wie Malbücher oder Wetterinformationen.

Für Apple liegt im Abo die Zukunft des Software-Vertriebs, entsprechend einfach wird der Abschluss von Abos gehandhabt. Immer mehr Apps setzen auf solche Abonnements, um mit einem tragfähigen Geschäftsmodell eine langfristige Weiterentwicklung ihrer Software sicherzustellen – nicht nur Software-Konzerne, sondern auch kleine Indie-Entwicklerstudios. Für Apple ist dies ebenfalls ein wichtiges, milliardenschweres Geschäft, schließlich verdient der Konzern an jedem in einer App abgeschlossenen Abo bis zu 30 Prozent mit.

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