AirPods: Recycling angeblich aufwendiges Verlustgeschäft

Machen die Akkus schlapp, lassen sich die Funkkopfhörer nur noch entsorgen. Das Recycling durch Apple-Partner muss umständlich von Hand erfolgen.

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AirPods
Von
  • Leo Becker

Apple hat sich – mehr als zwei Jahre nach dem Verkaufsstart – erstmals zu bestehenden Recycling-Maßnahmen für AirPods geäußert. Kunden können die ausgemusterten True-Wireless-Kopfhörer in den Ladengeschäften des Herstellers abgeben oder einschicken. In den USA wird dafür ein frankierter Rückumschlag bereitgestellt. In Deutschland wird nur auf die Regeln für Elektroschrott verwiesen.

Man arbeite eng mit Recyclern zusammen, um "sicherzustellen, dass AirPods richtig wiederverwertet werden", betonte Apple nun in einer Stellungnahme gegenüber dem Magazin OneZero. Man unterstütze auch Recycling-Unternehmen außerhalb der eigenen Lieferkette, hieß es weiter.

Apple-Auftragsfertiger Wistron, der in einem Werk in Texas auch AirPods-Recycling durchführt, erklärte gegenüber OneZero, man könne "wichtige Elemente der AirPods" wiederverwerten, darunter Cobalt aus den Batterien.

Es gebe allerdings keine Spezialwerkzeuge oder anderweitige Automatisierung um die AirPods zu öffnen und Komponenten sauber zu entfernen, das müsse deshalb einzeln manuell von Mitarbeitern durchgeführt werden. Das Recycling-Prozedere sei deshalb bislang ein Verlustgeschäft, für das in diesem Fall Apple aufkommt, wie ein Wistron-Manager gegenüber dem Magazin erklärte. Apple habe sich zu diesen finanziellen Details des AirPods-Recycling nicht äußern wollen.

AirPods 2 – Blick in das Innere (3 Bilder)

Sanftes Öffnen ist auch bei den AirPods 2 nicht vorgesehen.
(Bild: iFixit)

Während der Hersteller gerne seine Recycling-Fortschritte beim iPhone in den Vordergrund stellt – dort gibt es die Roboterlinie Daisy, über 2 Millionen Geräte pro Jahr zerlegen kann –, wurde zu den kleinen Ohrhörern lange geschwiegen. Reparaturdienstleister wie iFixit kritisierten bereits mehrfach, die AirPods seien Wegwerfartikel, schließlich lässt sich mit ihnen nichts mehr anfangen, wenn die Akkus kaputtgehen. Etlichen Nutzerberichten zufolge kann dies bei intensiver Benutzung bereits nach rund zwei Jahren der Fall sein.

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